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Finanzglossar

Finanzbegriffe einfach erklärt: von A wie Aktie bis Z wie Zinseszins, kurz und verständlich. Für Österreich und Deutschland.

257Begriffe
5Kategorien
AT+DEUnterschiede markiert

Manche Begriffe kommen in mehreren Artikeln vor, ohne dass wir sie dort jedes Mal komplett erklären. Hier findest du die Kurzversion — und bei Begriffen mit eigenem Artikel einen Link, wenn du tiefer einsteigen willst. Bei einigen Begriffen unterscheiden sich Österreich und Deutschland — das ist entsprechend markiert.

Du suchst eher eine Antwort auf eine konkrete Frage („wie mache ich das“, „was passiert, wenn“)? Die stehen in den häufigen Fragen.

0–9
50/30/20-Regel

Eine einfache Budget-Faustregel: 50% des Nettoeinkommens für Fixkosten, 30% für Wünsche, 20% fürs Sparen. Keine Pflicht, sondern eine Orientierung für den Einstieg ins Budgetieren.

Mehr erfahren: Was ist ein Budget? →
A
Abgeltungsteuer
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die deutsche Steuer auf Kapitalerträge: 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, zusammen rund 26,375 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Die Bank führt sie automatisch ab. Das österreichische Gegenstück ist die KESt mit 27,5 Prozent.

Mehr erfahren: ETF-Sparplan-Rechner — Endwert, Kosten und Steuern →
Abschreibung (AfA)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Verteilt den Kaufpreis einer Anschaffung über die Jahre ihrer Nutzung, statt ihn im Kaufjahr komplett als Kosten zu buchen. Eine Maschine für 100.000 Euro mit zehn Jahren Nutzungsdauer belastet den Gewinn also mit 10.000 Euro pro Jahr. In Österreich und Deutschland kurz AfA — Absetzung für Abnutzung.

Mehr erfahren: EBITDA berechnen — Rechner und Formel →
Absetzbetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein österreichischer Betrag, der direkt von der berechneten Steuer abgezogen wird (Steuergutschrift) — im Gegensatz zum deutschen Pauschbetrag wirkt er für alle Einkommen gleich viel, unabhängig vom Grenzsteuersatz.

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Aktie

Ein kleiner Anteil an einem Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümer und profitiert (oder verliert), wenn der Unternehmenswert steigt oder fällt.

Mehr erfahren: Was ist die Börse? →
Aktienindex

Eine Rechenvorschrift, die die Kursentwicklung einer festgelegten Gruppe von Aktien in einer einzigen Zahl zusammenfasst. Der Index legt fest, welche Titel enthalten sind, wie stark jeder zählt und wann die Zusammensetzung überprüft wird. Bekannte Beispiele sind der ATX (Österreich), der DAX (Deutschland), der S&P 500 (USA) und der MSCI World (Industrieländer).

Mehr erfahren: Was ist ein Aktienindex? →
Aktienquote

Der Anteil der Bevölkerung eines Landes, der direkt oder indirekt (z. B. über Fonds/ETFs) in Aktien investiert ist. Wird meist über repräsentative Bevölkerungsbefragungen ermittelt und ist stark von der genauen Definition (Altersbasis, direkte vs. indirekte Anlage) abhängig — unterschiedliche Quellen können für dasselbe Land daher stark abweichende Werte zeigen.

Mehr erfahren: Aktienquote 2026: Österreich vs. Deutschland im Vergleich →
Aktiensplit

Eine bestehende Aktie wird in mehrere neue Aktien aufgeteilt (z. B. 4:1) — der Einzelkurs sinkt entsprechend, aber der Gesamtwert des Investments bleibt gleich. Macht den Kurs optisch günstiger und für mehr Kleinanleger:innen zugänglich.

Mehr erfahren: Aktien verstehen — die Basics →
Altersvorsorgedepot
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Neues, staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt in Deutschland, das ab dem 1. Januar 2027 die bisherige Riester-Rente ablöst. Anders als klassische Garantieprodukte erlaubt es echte Investitionen in ETFs und soll dadurch langfristig kostengünstiger und renditestärker sein.

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Ankerpreis (Anchoring)

Die erste gezeigte Zahl setzt den Maßstab, an dem alles Folgende gemessen wird. Ein durchgestrichener Preis von 199 Euro lässt 89 Euro günstig wirken, auch wenn nie jemand 199 Euro bezahlt hat. Die nützliche Gegenfrage lautet: Hätte ich diesen Preis auch ohne den Vergleichswert bezahlt?

Mehr erfahren: Konsum und Marketing-Tricks →
Anlageformen

Überbegriff für alle Wege, Geld zu vermehren — vom Sparbuch bis zur Aktie. Jede Anlageform hat ein anderes Verhältnis aus Risiko und möglicher Rendite.

Mehr erfahren: Welche Anlageformen gibt es? →
Arbeitnehmerveranlagung (ANV)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das österreichische Verfahren, um zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückzuholen. Bei reinen Lohneinkünften ohne zusätzliche Absetzbeträge läuft seit 2017 eine antragslose ANV automatisch, für alles darüber hinaus ist eine freiwillige ANV über FinanzOnline nötig (bis zu 5 Jahre rückwirkend).

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Armutsgefährdungsschwelle

Die Einkommensgrenze, unter der jemand als armutsgefährdet gilt — europaweit einheitlich definiert als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens eines Landes. In Österreich lag sie für einen Einpersonenhaushalt bei 21.928 Euro im Jahr, also 1.827 Euro im Monat (EU-SILC 2025). Sie misst Einkommen im Vergleich zum Rest des Landes, nicht die tatsächlichen Lebenshaltungskosten.

Mehr erfahren: Lebenshaltungskosten berechnen — Rechner AT und DE →
Asset-Allokation

Die Aufteilung des angelegten Geldes auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien. Gilt als wichtigster Hebel für das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios — noch vor der Auswahl einzelner Produkte.

Mehr erfahren: Portfolio aufbauen und gewichten →
Aufsichtsrat

Das Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft — überwacht den Vorstand, bestellt und entlässt dessen Mitglieder, muss wichtigen Geschäften zustimmen. Besteht aus mindestens drei Mitgliedern, gewählt von der Hauptversammlung.

Mehr erfahren: Was ist eine Aktiengesellschaft? →
Ausschüttend / Thesaurierend
📝 Vertiefung geplant im ETF-Vergleichs-Artikel

Zwei Arten, wie ein ETF mit Gewinnen umgeht. Ausschüttend zahlt Gewinne regelmäßig aufs Konto aus, thesaurierend reinvestiert sie automatisch in den Fonds.

Ausschüttungsgleiche Erträge (agE)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das österreichische Pendant zur deutschen Vorabpauschale: thesaurierte Erträge eines Meldefonds, die trotz fehlender Ausschüttung jährlich mit 27,5 % KESt besteuert werden. Werden über die Österreichische Kontrollbank (OeKB) veröffentlicht und automatisch vom KESt-Meldefonds-Depot abgezogen.

Mehr erfahren: ETFs vergleichen: TER, Replikation & Steuern →
B
Backwardation

Marktsituation, in der der Terminpreis eines Rohstoffs unter dem aktuellen Preis (Spotpreis) liegt, meist bei akuter Verknappung — das Gegenteil von Contango.

Mehr erfahren: Rohstoffe als Geldanlage →
Bank

Eine Bank verwahrt nicht nur Geld — sie verleiht es auch weiter, zahlt Zinsen und ermöglicht Überweisungen.

Mehr erfahren: Was macht eine Bank? →
Bärenmarkt

Marktphase, in der ein wichtiger Index (z. B. DAX oder ATX) um 20% oder mehr von seinem letzten Höchststand fällt. Gegenstück zum Bullenmarkt.

Mehr erfahren: Candlestick-Charts lesen lernen →
Barwert

Der heutige Wert einer zukünftigen Zahlung, berechnet durch Abzinsen mit dem aktuellen Marktzins. Je höher der Zins, desto niedriger der Barwert derselben zukünftigen Zahlung — der zentrale Mechanismus, warum steigende Zinsen sowohl Anleihen- als auch Aktienkurse unter Druck bringen können.

Mehr erfahren: Zinsen, Aktien & Anleihen im Zusammenspiel →
Beitragsbemessungsgrenze
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die Obergrenze, bis zu der in Deutschland Beiträge zur Sozialversicherung anfallen. In der allgemeinen Rentenversicherung 8.450 € im Monat bzw. 101.400 € im Jahr (Stand: 2026, seit 2025 bundeseinheitlich). Verdienst darüber bleibt beitragsfrei und erhöht die Rente nicht weiter. Das österreichische Gegenstück heißt Höchstbeitragsgrundlage.

Mehr erfahren: Wo siehst du deine Pension? →
Bereinigtes EBITDA

Ein EBITDA, aus dem das Unternehmen einmalige Posten herausgerechnet hat — etwa Restrukturierungskosten, Prozesskosten oder die Kosten eines Börsengangs. Da EBITDA in keinem Rechnungslegungsstandard definiert ist, entscheidet die Firma selbst, was als einmalig gilt; die Überleitung zur geprüften Zahl des Jahresabschlusses muss sie aber offenlegen.

Mehr erfahren: EBITDA berechnen — Rechner und Formel →
Betriebskosten (AT) / Nebenkosten (DE)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Laufende Kosten einer Wohnung neben der eigentlichen Miete — z. B. Müllabfuhr, Hausbetreuung, Wasser. In Österreich „Betriebskosten“ genannt, in Deutschland „Nebenkosten“.

Mehr erfahren: Mietvertrag & Kaution →
Blockchain

Ein digitales, öffentliches Kassenbuch, das gleichzeitig auf tausenden Computern weltweit gespeichert ist. Jede Transaktion wird darin eingetragen, und da alle Kopien übereinstimmen müssen, kann niemand sie heimlich fälschen – genau das macht Kryptowährungen wie Bitcoin möglich, ohne dass eine Bank die Kontrolle hat.

Mehr erfahren: Was ist Krypto eigentlich? →
Bonität (Schufa / KSV1870)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich📝 Kommt in mehreren Artikeln vor (Kreditkarte, Kredit, Mietvertrag) — guter Kandidat für einen eigenen Grundwissen-Artikel

Eine Einschätzung, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand Rechnungen und Kredite zurückzahlt. In Deutschland prüft das meist die Schufa, in Österreich der KSV1870. Wer eine schlechte Bonität hat, bekommt schwerer einen Handyvertrag, Kredit oder eine Wohnung.

Bookbuilding

Verfahren zur Preisfindung bei einem Börsengang: Die begleitenden Investmentbanken sammeln bei institutionellen Investor:innen Kaufinteresse zu verschiedenen Preisen ein. Aus diesem Orderbuch ergibt sich der endgültige Ausgabepreis der Aktie.

Mehr erfahren: Wie läuft ein Börsengang ab? →
Börse

Ein Marktplatz, an dem Aktien und andere Wertpapiere gekauft und verkauft werden.

Mehr erfahren: Was ist die Börse? →
Brutto/Netto

Brutto ist das Gehalt vor Abzügen, Netto das, was tatsächlich am Konto landet. Dazwischen liegen Sozialversicherung und Lohnsteuer.

Mehr erfahren: Brutto/Netto — was bleibt übrig? →
Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Land innerhalb eines Jahres hergestellt werden. Die BIP-Wachstumsrate (Veränderung zum Vorjahr, real = nach Abzug der Inflation) ist der wichtigste einzelne Indikator, um zu messen, in welcher Phase des Konjunkturzyklus sich ein Land gerade befindet.

Mehr erfahren: Wie funktioniert der Konjunkturzyklus? →
Bruttorendite

Bei einer Immobilie: die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, ohne Berücksichtigung von laufenden Kosten oder Finanzierung. Die am wenigsten aussagekräftige der drei Immobilien-Renditen, aber die am häufigsten genannte.

Mehr erfahren: Immobilien als Geldanlage →
Budget

Ein Plan, der festlegt wie viel Geld wofür ausgegeben wird — die Basis für jede Finanzentscheidung.

Mehr erfahren: Was ist ein Budget? →
Bullenmarkt

Marktphase, in der ein wichtiger Index (z. B. DAX oder ATX) um 20% oder mehr von seinem letzten Tiefststand steigt. Gegenstück zum Bärenmarkt.

Mehr erfahren: Candlestick-Charts lesen lernen →
BundID / eID
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das deutsche Pendant zu ID Austria: die eID ist die digitale Ausweisfunktion im Chip des Personalausweises, die BundID das zentrale Bürgerkonto, über das sie für Behördenwege wie ELSTER oder Förderanträge genutzt wird.

Mehr erfahren: Digitale Identität: ID Austria & BundID →
Burggraben (Economic Moat)

Ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil, der ein Geschäftsmodell vor Konkurrenz schützt — z. B. eine starke Marke, Netzwerkeffekte, Skalenvorteile oder hohe Wechselkosten für Kund:innen. Von Warren Buffett geprägter Begriff (Economic Moat).

Mehr erfahren: Branchen & Geschäftsmodelle verstehen →
C
Candlestick (Kerzenchart)

Darstellung eines Kursverlaufs, bei der jede Kerze Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs einer Zeitspanne zusammenfasst. Der Körper zeigt die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs, die Dochte den Höchst- bzw. Tiefstkurs.

Mehr erfahren: Candlestick-Charts lesen lernen →
Capex

Kurzform für Capital Expenditures, also Investitionsausgaben eines Unternehmens (z. B. in Anlagen, Ausrüstung, Infrastruktur). Hohe Capex im Verhältnis zum Umsatz zeigen starkes Investieren in die Zukunft, binden aber viel Kapital.

Mehr erfahren: Wie liest man einen Quartalsbericht? →
Chargeback

Die Rückbuchung einer Kartenzahlung, wenn z. B. eine Ware nie ankommt oder eine Abbuchung nicht autorisiert war — ein wichtiger Verbraucherschutz bei Kreditkarten.

Confirmshaming

Der Ablehnen-Knopf wird so formuliert, dass man sich beim Klicken schlecht fühlt — etwa „Nein danke, ich zahle lieber den vollen Preis“. Statt einer neutralen Auswahl entsteht sozialer Druck. Zählt zu den Dark Patterns.

Mehr erfahren: Konsum und Marketing-Tricks →
Contango

Marktsituation, in der der Terminpreis eines Rohstoffs über dem aktuellen Preis (Spotpreis) liegt. Führt bei Futures-basierten Rohstoff-ETFs zu laufenden Rollverlusten, weil der Fonds immer teurer nachkaufen muss.

Mehr erfahren: Rohstoffe als Geldanlage →
Cost-Average-Effekt

Wer regelmäßig denselben Geldbetrag anlegt statt derselben Stückzahl, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen weniger. Der Durchschnittspreis liegt dadurch unter dem Durchschnitt der Kurse. Der praktische Nutzen liegt vor allem darin, dass niemand den richtigen Einstiegszeitpunkt treffen muss.

Mehr erfahren: ETF-Sparplan-Rechner — mit Cost-Average-Beispiel →
D
Dark Patterns

Bewusst manipulative Design-Tricks in Apps und Onlineshops, die zu ungeplanten Käufen verleiten sollen — z. B. künstliche Countdown-Timer oder versteckte Abo-Kündigungen.

Mehr erfahren: Konsum & Marketing-Tricks →
Day-Trading

Trading-Stil, bei dem alle Positionen noch am selben Tag wieder geschlossen werden — kein Overnight-Risiko, dafür ständige Marktbeobachtung und rein technische Analyse. Studien zeigen: Langfristig netto profitabel bleibt weniger als 1 % der aktiven Day-Trader.

Mehr erfahren: Trading-Arten im Vergleich →
Dienstzettel
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichische Urkunde, die der Arbeitgeber ohne Aufforderung aushändigen muss: Sie hält schriftlich fest, was vereinbart wurde — Tätigkeit, Beginn, Entgelt, Arbeitszeit. Sie ersetzt keinen Arbeitsvertrag, ist aber der Nachweis, dass das Dienstverhältnis besteht. Das deutsche Gegenstück ist der schriftliche Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen.

Mehr erfahren: Was bleibt vom Ferialjob? →
Direkte und indirekte Steuern

Bei direkten Steuern sind Steuerschuldner und -träger dieselbe Person, z. B. bei der Lohnsteuer. Bei indirekten Steuern führt ein Dritter die Steuer ab, getragen wird sie aber von jemand anderem — z. B. bei der Umsatzsteuer, die Unternehmen abführen, aber Konsument:innen über den Kaufpreis zahlen.

Mehr erfahren: Welche Steuern gibt es überhaupt? →
Dispo (Dispokredit)

Kurzfristiger Kredit, den Banken für die Überziehung eines Girokontos einräumen. Wirkt unauffällig, weil kein separater Kreditvertrag abgeschlossen werden muss, ist aber einer der teuersten Alltagskredite: die Zinsen liegen oft deutlich über 10% p.a., weit über normalen Ratenkrediten.

Mehr erfahren: 5 Geldfehler, die dich richtig Geld kosten →
Dispokredit

Ein automatischer, meist teurer Mini-Kredit der Bank, der greift, wenn das Konto ins Minus rutscht. Die Zinsen dafür liegen oft deutlich über normalen Kreditzinsen.

Diversifikation

Das Verteilen von Geld auf mehrere unterschiedliche Anlagen, um das Risiko zu senken — statt alles auf eine Aktie zu setzen, streut man breiter, z. B. über einen ETF.

Dividende

Ein Teil des Unternehmensgewinns, der an die Aktionäre ausgezahlt wird — quasi eine Belohnung fürs Investiert-sein.

Dividendenrendite

Die jährliche Dividende je Aktie im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs, in Prozent. Bewegt sich gegenläufig zum Kurs: Steigt der Kurs bei gleicher Dividende, sinkt die Rendite — dieselbe Beziehung wie bei Anleihen.

Mehr erfahren: Die wichtigsten Kennzahlen →
Docht (Schatten)

Der dünne Strich oberhalb und unterhalb des Körpers einer Candlestick-Kerze. Zeigt den Höchst- bzw. Tiefstkurs der Periode, der über Eröffnungs- oder Schlusskurs hinausging.

Mehr erfahren: Candlestick-Charts lesen lernen →
Duration

Ein Maß dafür, wie empfindlich der Kurs einer Anleihe auf Zinsänderungen reagiert. Grundregel: je länger die Restlaufzeit, desto höher die Duration und desto stärker schwankt der Kurs bei gleicher Zinsänderung.

Mehr erfahren: Zinsen, Aktien & Anleihen im Zusammenspiel →
Durchschnittssteuersatz

Das Verhältnis der insgesamt gezahlten Steuer zum gesamten Einkommen. Er ist wegen der niedriger besteuerten unteren Einkommensstufen immer kleiner als der Grenzsteuersatz.

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
E
EBIT

Ergebnis vor Zinsen und Steuern, auch Betriebsergebnis genannt. Anders als beim EBITDA sind die Abschreibungen hier bereits abgezogen — EBIT zeigt also, ob ein Unternehmen auch den Wertverzehr seiner Maschinen, Gebäude und Software mitverdient.

Mehr erfahren: EBITDA berechnen — Rechner und Formel →
EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) — entsteht durch schrittweises Abziehen der Betriebskosten vom Umsatz, noch vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Macht Unternehmen unabhängig von Finanzierung und Steuersatz vergleichbar.

Mehr erfahren: Die wichtigsten Kennzahlen →
EBITDA-Marge

Das EBITDA geteilt durch den Umsatz, in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem eingenommenen Euro vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern übrig bleibt. Aussagekräftig ist sie nur im Vergleich innerhalb einer Branche: über alle Branchen liegt der Schnitt bei rund 17 Prozent, die Spanne reicht von etwa 5 Prozent im Lebensmittelhandel bis über 45 Prozent bei Versorgern.

Mehr erfahren: EBITDA berechnen — Rechner und Branchenwerte →
Effektiver Jahreszins

Der tatsächliche Gesamtpreis eines Kredits pro Jahr, inklusive aller Gebühren — nicht zu verwechseln mit dem reinen Sollzinssatz. Der bessere Wert zum Kreditvergleich.

Mehr erfahren: Kredit & Ratenkauf →
Eigenkapitalquote

Der Anteil des Eigenkapitals an der gesamten Bilanzsumme, in Prozent. Faustregel: ab etwa 30% gilt eine Firma als solide finanziert — laut Deutscher Bundesbank lag der Durchschnitt deutscher Unternehmen 2023 tatsächlich bei 30,2%. Eigenkapital selbst ist keine frei wählbare Zahl, sondern die Restgröße aus Vermögen minus Schulden.

Mehr erfahren: Jahresbericht & Bilanz lesen →
Eigenkapitalrendite

Die Rendite bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital, nicht auf die Gesamtinvestition — berücksichtigt also den Effekt der Finanzierung (Leverage-Effekt). Häufig höher oder niedriger als die Nettorendite, je nachdem ob der Kreditzins unter oder über der Objektrendite liegt.

Mehr erfahren: Immobilien als Geldanlage →
Einlagensicherung

Gesetzlicher Schutz von Bankguthaben: Geht eine Bank pleite, werden Einlagen pro Kundin und Bank bis 100.000 € erstattet – in Österreich und Deutschland einheitlich nach EU-Regeln. Wertpapiere im Depot sind davon unabhängig geschützt, weil sie Sondervermögen sind.

Mehr erfahren: Erstes Depot eröffnen →
Einzelgenehmigung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine behördliche Prüfung, die beim Import eines Gebrauchtwagens aus Deutschland nach Österreich nötig ist, bevor das Auto zugelassen werden darf.

Mehr erfahren: Auto: Kaufen, Leasen oder Importieren? →
Entfernungspauschale
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das deutsche Pendant zur österreichischen Pendlerpauschale — mindert das zu versteuernde Einkommen. Seit 1.1.2026 einheitlich 0,38 € je Kilometer ab dem ersten Kilometer (zuvor 2022–2025 gestaffelt: 0,30 € für km 1–20, 0,38 € ab km 21).

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Entgeltpunkte
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die Recheneinheit der deutschen Rentenversicherung. Der Bruttojahresverdienst geteilt durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten ergibt die Punkte eines Jahres: Wer genau den Durchschnitt verdient, bekommt 1,0. Alle Punkte mal dem aktuellen Rentenwert (42,52 €, Stand September 2026) ergeben die Monatsrente.

Mehr erfahren: Wo siehst du deine Pension? →
Erstnotiz

Der erste Handelstag einer Aktie an der Börse. Ab diesem Moment entsteht ein echter, öffentlicher Marktpreis — vorher lässt sich der Wert nur schätzen. Erst ab der Erstnotiz sind Kennzahlen wie das KGV überhaupt berechenbar.

Mehr erfahren: Wie läuft ein Börsengang ab? →
ESG

Abkürzung für Environmental, Social, Governance — Kriterien, mit denen die Nachhaltigkeit eines Unternehmens oder einer Geldanlage über Umwelt, Soziales und Unternehmensführung hinweg bewertet wird. KI-Tools werten ESG-Daten zunehmend automatisiert aus.

Mehr erfahren: Top 10 KI-Trends in der Finanzwelt 2026 →
ETC (Exchange Traded Commodity)

Ein Wertpapier, das die Preisentwicklung eines Rohstoffs wie Gold oder Öl abbildet — entweder physisch mit dem echten Rohstoff hinterlegt oder über Terminkontrakte nachgebildet.

Mehr erfahren: Rohstoffe als Geldanlage →
ETF

Ein Fonds, der einen ganzen Index (z. B. den MSCI World) nachbildet — eine einfache Möglichkeit, breit gestreut in hunderte Unternehmen gleichzeitig zu investieren.

Mehr erfahren: Was ist ein ETF? →
EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die vereinfachte Gewinnermittlung für Kleinunternehmer:innen und Selbstständige in Deutschland. Erfasst nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip, wird über ELSTER eingereicht. Das österreichische Pendant heißt E/A-Rechnung.

Mehr erfahren: Buchhaltung Basics für Kleinunternehmer →
Euribor

Der Zinssatz, zu dem sich Banken in der Eurozone untereinander unbesichert Geld leihen. Kein Leitzins, bewegt sich aber in einem engen Korridor um den EZB-Einlagensatz. Für Kreditnehmer:innen zentral: Euribor + individuelle Bank-Marge = variabler Kreditzins.

Mehr erfahren: Geldpolitik & Notenbank (EZB) →
F
Fallen Angel

Eine Anleihe, deren Rating unter Investment Grade (unter BBB-) fällt. Viele institutionelle Anleger sind verpflichtet, solche Anleihen sofort zu verkaufen — das kann einen stärkeren Kurssturz auslösen, als die reine Bonitätsverschlechterung rechtfertigen würde.

Mehr erfahren: Anleihen im Detail →
Familienbeihilfe
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Staatliche Leistung in Österreich, die Eltern für ihre Kinder erhalten und die bei laufender Ausbildung in der Regel bis 24 weiterläuft. Ausgezahlt wird sie gemeinsam mit dem Kinderabsetzbetrag. Ab dem Kalenderjahr, in dem das Kind 20 wird, gilt eine Zuverdienstgrenze für dessen eigenes Einkommen. Das deutsche Gegenstück ist das Kindergeld, das anderen Regeln folgt.

Mehr erfahren: Was jeder Jugendliche über Finanzen wissen sollte →
Ferialjob
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichischer Ausdruck für eine befristete Arbeit in den Schulferien, in Deutschland Ferienjob genannt. Rechtlich ein normales Dienstverhältnis — mit Anspruch auf den vereinbarten Lohn, Unfallversicherung und einen Dienstzettel. Nicht zu verwechseln mit dem Pflichtpraktikum, für das je nach Schultyp andere Regeln gelten.

Mehr erfahren: Was bleibt vom Ferialjob? →
FinanzOnline
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das österreichische Online-Portal des Finanzamts — hier läuft z. B. die Arbeitnehmerveranlagung. Seit Oktober 2025 reicht der klassische Zugang allein nicht mehr, ID Austria oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sind zusätzlich nötig.

Mehr erfahren: Digitale Identität: ID Austria & BundID →
Finfluencer

Person, die auf Social Media Finanzthemen erklärt oder Finanzprodukte empfiehlt. Solche Empfehlungen sind häufig vergütet oder mit einem Provisionslink versehen und müssen gekennzeichnet werden, was in der Praxis nicht immer geschieht. Laut einer BaFin-Verbraucherbefragung von 2024 war 37 Prozent der jungen Anlegerinnen und Anleger überhaupt nicht bewusst, dass Finfluencer für Empfehlungen bezahlt werden.

Mehr erfahren: Was jeder Jugendliche über Finanzen wissen sollte →
FlexCo (Flexible Kapitalgesellschaft)

Eine neue österreichische Kapitalgesellschaftsform, seit 1.1.2024 gezielt für Start-ups geschaffen. Gleiches Mindestkapital wie die GmbH (10.000 €), aber mit AG-ähnlichen Extras wie Geschäftsanteilen ohne Stimmrecht und echter Mitarbeiterbeteiligung über Unternehmenswert-Anteile.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
FOMO

„Fear of missing out“ — die Angst, etwas zu verpassen. Wird im Marketing oft gezielt ausgelöst (z. B. „nur noch 2 Stück verfügbar“), um schnellere Kaufentscheidungen zu erzwingen.

Mehr erfahren: Konsum & Marketing-Tricks →
Freibetrag

Ein Einkommensbetrag, bis zu dem keine Steuer anfällt. Erst was darüber liegt, wird besteuert.

Freistellungsauftrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

In Deutschland eine Anweisung an die Bank, Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (Verheiratete zusammen 2.000 €) steuerfrei zu stellen. Ohne ihn zieht die Bank auch auf kleine Beträge Abgeltungsteuer ab, die man sich über die Steuererklärung zurückholen muss. In Österreich gibt es kein Pendant, weil dort kein Freibetrag auf Kapitalerträge existiert.

Mehr erfahren: Erstes Depot eröffnen →
Frühstart-Rente

Geplante staatliche Förderung in Deutschland: Kinder des Jahrgangs 2020 sollen rückwirkend ab 2026 monatlich 10 Euro in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot bekommen, das nahtlos in die spätere Altersvorsorge übergehen soll.

Mehr erfahren: Pension & Rente einfach erklärt →
G
GAAP

US-Bilanzierungsstandard (Generally Accepted Accounting Principles) für testierte, geprüfte Geschäftszahlen. Unterscheidet sich von unternehmenseigenen „Adjusted“-Kennzahlen, bei denen die Firma selbst entscheidet, was herausgerechnet wird.

Mehr erfahren: Wie liest man einen Quartalsbericht? →
GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Das deutsche Gegenstück zur österreichischen GesbR — formfrei gründbar von mindestens zwei Personen. Seit der MoPeG-Reform am 1.1.2024 ist die GbR rechtsfähig: Sie kann selbst Verträge schließen und sich freiwillig als „eGbR“ ins Gesellschaftsregister eintragen lassen. An der unbeschränkten persönlichen Haftung der Gesellschafter:innen ändert das nichts.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
Geld

Ein allgemein akzeptiertes Tauschmittel — Vertrauen in Papier- oder Digitalform.

Mehr erfahren: Was ist Geld? →
Generationenvertrag

Bezeichnung für das Prinzip hinter dem Umlageverfahren: Die arbeitende Generation finanziert mit ihren Beiträgen die Pension bzw. Rente der Generation im Ruhestand — im Gegenzug sollen künftige, jüngere Generationen später dasselbe für sie übernehmen.

Mehr erfahren: Pension & Rente einfach erklärt →
Geringfügigkeitsgrenze
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichische Verdienstgrenze, unter der eine Beschäftigung als geringfügig gilt und keine Sozialversicherungsbeiträge für die beschäftigte Person anfallen — der Arbeitgeber meldet nur zur Unfallversicherung. Mehrere geringfügige Jobs werden zusammengerechnet: zusammen über der Grenze entsteht volle Versicherungspflicht.

Mehr erfahren: Brutto-Netto-Rechner →
GesbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Die einfachste Form einer Personengesellschaft in Österreich, gründbar formfrei sogar mündlich von mindestens zwei Personen. Die GesbR selbst ist nicht rechtsfähig — nur die Gesellschafter:innen gemeinsam können Eigentum halten oder klagen —, und alle haften unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
Gewerbesteuer
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsche Steuer auf den Gewinn von Gewerbebetrieben, Höhe abhängig vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde (im Schnitt rund 15 %). Österreich kennt seit 1994 keine Gewerbesteuer mehr — dort übernimmt die Kommunalsteuer die ähnliche Funktion.

Mehr erfahren: Welche Steuern gibt es überhaupt? →
GICS (Global Industry Classification Standard)

Ein weltweit genutzter Standard, der börsennotierte Unternehmen in 11 Hauptsektoren einteilt (z. B. Energie, Industrie, Informationstechnologie). Hilft Anleger:innen, Aktien branchenweise zu vergleichen und ihr Portfolio zu diversifizieren.

Mehr erfahren: Branchen & Geschäftsmodelle verstehen →
GoBD
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsche Vorschrift (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern), die regelt, wie digitale Belege archiviert werden müssen: unveränderbar, lesbar und jederzeit wiederauffindbar. Kein direktes österreichisches Pendant.

Mehr erfahren: Buchhaltung Basics für Kleinunternehmer →
Goldene Bilanzregel

Eine Faustregel, wonach Anlagevermögen möglichst durch langfristiges Kapital (Eigenkapital plus langfristige Schulden) finanziert sein sollte — eine Maschine mit 10 Jahren Nutzungsdauer sollte nicht mit einem in einem Jahr fälligen Kredit bezahlt sein.

Mehr erfahren: Jahresbericht & Bilanz lesen →
Goodwill (Firmenwert)

Entsteht bei einer Firmenübernahme, wenn mehr bezahlt wird, als der Bilanzwert der übernommenen Firma hergibt — z. B. wegen Markenwert oder Kundenstamm. Ein „weicher“ Vermögenswert; ein hoher Anteil kann ein Warnsignal für eine teuer erkaufte Übernahme sein.

Mehr erfahren: Jahresbericht & Bilanz lesen →
Grenzsteuersatz

Der Steuersatz, der auf den nächsten zusätzlich verdienten Euro angewendet wird. Er entscheidet, wie viel von einer Gehaltserhöhung oder Überstunde tatsächlich netto ankommt, und liegt wegen der Steuerprogression immer über dem Durchschnittssteuersatz.

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Grunderwerbsteuer
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Einmalige Steuer beim Kauf einer Immobilie, berechnet auf den Kaufpreis. In Österreich 3,5 %, in Deutschland je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 %.

Mehr erfahren: Welche Steuern gibt es überhaupt? →
Grundfreibetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der Teil des Jahreseinkommens, auf den in Deutschland keine Einkommensteuer anfällt: 12.348 Euro im Jahr 2026. Das österreichische Gegenstück ist die Nullzone des Tarifs, die bis 13.539 Euro reicht. Wichtig bei Ferien- und Nebenjobs: Der Arbeitgeber behält Lohnsteuer auf Monatsbasis ein, als würde man das ganze Jahr so viel verdienen. Bleibt der Jahresverdienst unter dem Grundfreibetrag, holt man den einbehaltenen Betrag über die Steuererklärung vollständig zurück. Stand: 2026.

Mehr erfahren: Ferienjob-Rechner →
Grundkapital
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das in Aktien zerlegte Mindestkapital einer Aktiengesellschaft — in Österreich mindestens 70.000€, in Deutschland mindestens 50.000€. Ist Teil des Eigenkapitals in der Bilanz, keine separate Zahl daneben.

Mehr erfahren: Was ist eine Aktiengesellschaft? →
Grundversorger
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der Strom- oder Gasanbieter, der eine Region automatisch versorgt, wenn kein aktiver Vertrag mit einem anderen Anbieter besteht. In Deutschland ein feststehender Begriff, in Österreich existiert das Konzept ähnlich, die Terminologie variiert aber stärker.

Mehr erfahren: Strom/Gas-Tarif prüfen →
Günstigerprüfung

Eine automatische Prüfung durch das deutsche Finanzamt, ob Kinderfreibetrag oder das monatlich ausgezahlte Kindergeld für eine Familie günstiger ist — angewendet wird automatisch die vorteilhaftere Variante.

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
H
Haftpflichtversicherung

Eine Versicherung, die Schäden abdeckt, die man anderen zufügt — z. B. wenn beim Fahrradfahren jemandem ein teures Handy kaputtgeht.

Mehr erfahren: Haushaltsversicherung →
Handyvertrag

Ein laufender Vertrag für Mobilfunk-Leistungen — oft mit versteckten Kostenfallen bei Zusatzoptionen oder Mindestlaufzeiten.

Mehr erfahren: Mein erster Handyvertrag →
Hauptversammlung

Die jährliche Versammlung aller Aktionär:innen einer AG — das oberste Organ. Wählt den Aufsichtsrat, entscheidet über die Dividende, beschließt Satzungsänderungen. Für gewöhnliche Beschlüsse reicht eine einfache Mehrheit, für fundamentale Änderungen eine Dreiviertelmehrheit.

Mehr erfahren: Was ist eine Aktiengesellschaft? →
Hauptwohnsitz
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deine offiziell gemeldete Hauptadresse, dort wo dein Lebensmittelpunkt liegt. Jede weitere gemeldete Adresse ist ein Nebenwohnsitz (in Deutschland: Nebenwohnung). Die Unterscheidung entscheidet unter anderem über den Rundfunkbeitrag, Meldefristen und in manchen Städten eine Zweitwohnsitzsteuer.

Mehr erfahren: Rundfunkbeitrag und ORF-Beitrag in der ersten Wohnung →
High-Yield (Speculative Grade)

Anleihen mit einem Rating unterhalb von BBB- (S&P/Fitch), also unterhalb von Investment Grade — umgangssprachlich auch „Junk Bonds“ genannt. Höheres Ausfallrisiko, dafür meist deutlich höhere Zinsen zur Kompensation. Viele institutionelle Anleger dürfen solche Anleihen laut eigenen Richtlinien nicht halten.

Mehr erfahren: Anleihen im Detail →
Höchstbeitragsgrundlage
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die Obergrenze, bis zu der in Österreich Sozialversicherungsbeiträge anfallen: 6.930 € brutto im Monat plus 13.860 € im Jahr für Sonderzahlungen, zusammen 97.020 € (Stand: 2026, wird jährlich neu festgesetzt). Was darüber verdient wird, ist beitragsfrei und erhöht auch die spätere Pension nicht mehr. Das deutsche Gegenstück heißt Beitragsbemessungsgrenze.

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Home Bias

Die Neigung von Anlegerinnen und Anlegern, überproportional viele Aktien aus dem eigenen Heimatmarkt zu halten — deutlich mehr, als es dessen Anteil an der Weltwirtschaft rechtfertigen würde. Verringert die Streuung, ohne dass es im Depot sofort auffällt.

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I
IBAN

Die international standardisierte Kontonummer, mit der Überweisungen europaweit eindeutig zugeordnet werden.

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ID Austria
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der digitale Ausweis fürs Smartphone in Österreich, Nachfolger der Handy-Signatur. Ermöglicht u. a. FinanzOnline, den Meldezettel online und rechtsgültige digitale Unterschriften.

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Immobilienertragsteuer (ImmoESt)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichische Steuer auf den Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie, pauschal 30 %. Deutschland kennt stattdessen eine Spekulationsfrist: Gewinne aus dem Verkauf sind nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei.

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Inflation

Der schleichende Wertverlust von Geld — die gleiche Summe kauft mit der Zeit weniger.

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Investment Grade

Anleihen mit einem Rating von BBB- (S&P/Fitch) oder besser gelten als Investment Grade — solide Bonität, geringes Ausfallrisiko. Darunter spricht man von Speculative/High-Yield-Anleihen.

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J
Jahresgebühr

Eine fixe jährliche Kostenpauschale, die manche Kreditkarten unabhängig von der Nutzung verrechnen.

Jahressechstel
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichische Obergrenze dafür, wie viel von Urlaubs- und Weihnachtsgeld begünstigt besteuert wird. Es entspricht ungefähr zwei durchschnittlichen Monatsbezügen und wird bei jeder Sonderzahlung neu berechnet. Was darüber hinausgeht (Sechstelüberhang), wird wie laufendes Gehalt nach dem normalen Tarif besteuert.

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Jugendkonto
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein Girokonto für Minderjährige, meist auf Guthabenbasis und ohne Dispo. In Österreich bieten es die meisten Banken ab 14 an (manche ab 10, unter 14 mit Zustimmung der Eltern), in Deutschland ist es ab 7 über die Eltern möglich. Mit 18 wird es automatisch ein normales Girokonto.

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Junior-Depot
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein Wertpapierdepot auf den Namen eines minderjährigen Kindes, das nur die Eltern eröffnen und treuhänderisch verwalten. In Deutschland bleiben die Erträge mit Freistellungsauftrag und Nichtveranlagungs-Bescheinigung bis rund 13.384 € pro Jahr steuerfrei (Grundfreibetrag, Sparerpauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag, Stand 2026), wenn das Kind sonst kein Einkommen hat; in Österreich behält die Bank die KESt (27,5 %) automatisch ein, einen vergleichbaren Freibetrag gibt es nicht.

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K
Kalte Progression
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der Effekt, dass eine Gehaltserhöhung, die nur die Inflation ausgleicht, dich in höhere Steuerstufen schiebt — du zahlst anteilig mehr Steuern, obwohl deine Kaufkraft gleich geblieben ist. Österreich gleicht seit 2023 automatisch zwei Drittel der Inflation über die Tarifstufen aus, Deutschland passt den Tarif ohne festen Automatismus an.

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Kaufkraft

Die Menge an Waren und Dienstleistungen, die man für einen bestimmten Geldbetrag tatsächlich bekommt. Sie sinkt, wenn die Preise steigen, auch wenn der Betrag auf dem Konto unverändert bleibt: Bei einer dauerhaften Inflationsrate von 2,8 Prozent ist die Kaufkraft von 1.000 Euro nach fünf Jahren noch etwa 871 Euro und nach zehn Jahren rund 759 Euro wert.

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Kaufpreisfaktor

Kaufpreis einer Immobilie geteilt durch die Jahres-Kaltmiete einer vergleichbaren Wohnung. Er sagt grob, nach wie vielen Jahresmieten der Kaufpreis aufgewogen wäre. Unter 20 gilt als günstig, über 25 als teuer; in Großstadtlagen liegt er oft bei 30 bis 40. Auch Kaufpreis-Miete-Verhältnis genannt.

Mehr erfahren: Mieten oder kaufen: ab welchem Jahr sich der Kauf rechnet →
Kaution

Ein Geldbetrag, den Mieter als Sicherheit hinterlegen — meist 2–3 Monatsmieten — und der bei Auszug zurückerstattet wird, sofern die Wohnung in Ordnung ist.

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KESt (Kapitalertragsteuer)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich📝 Wird im KESt-Verlustausgleich-Artikel vertieft — der Grundbegriff fehlt noch als eigener Artikel

Die Steuer auf Kapitalerträge in Österreich (27,5%) — z. B. auf Kursgewinne und Dividenden aus Aktien oder ETFs.

KG (Kommanditgesellschaft)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine Personengesellschaft mit zwei Rollen, die es in ähnlicher Form in Österreich und Deutschland gibt: mindestens ein Komplementär haftet unbeschränkt und führt die Geschäfte, mindestens ein Kommanditist haftet nur mit einer im Firmenbuch bzw. Handelsregister eingetragenen Haftungssumme. Praktisch, wenn jemand Kapital einbringt, ohne das volle Risiko zu tragen.

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KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Aktienkurs geteilt durch Gewinn je Aktie — zeigt, wie viel Anleger:innen für jeden Euro aktuellen Gewinns zahlen. Ein hohes KGV kann gerechtfertigtes Vertrauen in künftiges Wachstum bedeuten oder eine Überbewertung — hängt vom Kontext ab.

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Kinderfreibetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein deutscher Steuerfreibetrag von 9.756 € pro Kind und Jahr (Stand 2026, beide Elternteile zusammen), der sich aus dem sächlichen Existenzminimum und dem BEA-Freibetrag zusammensetzt. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Kinderfreibetrag oder monatliches Kindergeld günstiger ist (Günstigerprüfung).

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Kindergeld
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsches Gegenstück zur österreichischen Familienbeihilfe. Für volljährige Kinder gibt es seit 2012 keine Einkommensgrenze mehr: Während der ersten Berufsausbildung oder im Erststudium ist der Verdienst des Kindes ohne Bedeutung. Erst nach abgeschlossener Erstausbildung entfällt der Anspruch, wenn regelmäßig mehr als 20 Wochenstunden gearbeitet wird; ein Ausbildungsdienstverhältnis und ein Minijob bleiben dabei immer unschädlich.

Mehr erfahren: Was jeder Jugendliche über Finanzen wissen sollte →
Kleinunternehmerregelung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Befreit von der Umsatzsteuer, solange der Umsatz unter der jeweiligen Landesgrenze bleibt (AT 55.000 € brutto, DE 25.000 €/100.000 € netto). Im Gegenzug darf keine Vorsteuer geltend gemacht werden.

Mehr erfahren: Side-Business starten (Kleinunternehmer) →
Klumpenrisiko

Das Risiko, das entsteht, wenn ein großer Teil des Vermögens in einem einzigen Wert steckt statt breit gestreut zu sein. Klassischer Fall ist das Eigenheim: Wer kauft, hat oft 80 bis 90 Prozent seines Vermögens in einer Immobilie an einer Adresse gebunden.

Mehr erfahren: Mieten oder kaufen: ab welchem Jahr sich der Kauf rechnet →
Kollektivvertrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaft, die für eine ganze Branche Mindestlöhne, Lehrlingseinkommen, Arbeitszeit und Zulagen festlegt. Österreich hat keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn; die Untergrenze ergibt sich aus dem jeweiligen Kollektivvertrag, weshalb dieselbe Tätigkeit je nach Branche unterschiedlich bezahlt wird. Das deutsche Gegenstück heißt Tarifvertrag.

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Kommanditist
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die Gesellschafter-Rolle in einer KG (Kommanditgesellschaft), die nur mit einer im Firmenbuch bzw. Handelsregister eingetragenen Haftungssumme haftet, statt mit dem gesamten Privatvermögen. Dafür hat ein Kommanditist auch keine Geschäftsführungsbefugnis wie der Komplementär.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
Kommunalsteuer
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichische Gemeindeabgabe von 3 % auf die Bruttolohnsumme eines Unternehmens — der Ersatz für die 1994 abgeschaffte Gewerbesteuer. Finanziert die Gemeinden über die Lohnsumme statt über den Unternehmensgewinn.

Mehr erfahren: Welche Steuern gibt es überhaupt? →
Komplementär
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die Gesellschafter-Rolle in einer KG (Kommanditgesellschaft), die unbeschränkt mit dem gesamten Vermögen haftet und dafür die Geschäfte führt. Gegenstück ist der Kommanditist, der nur beschränkt haftet.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
Konsumschulden

Schulden, die durch Konsum statt durch Investitionen entstehen — z. B. durch Ratenkäufe oder Dispokredit. Anders als etwa ein Ausbildungskredit bringt Konsum meist keinen langfristigen Wertzuwachs.

Mehr erfahren: Kredit & Ratenkauf verstehen →
Kontrahentenrisiko

Das Risiko, dass ein Vertragspartner — etwa eine Bank bei einem Swap-Geschäft — seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, weil er zahlungsunfähig wird. Bei synthetisch replizierenden ETFs begrenzt EU-Recht dieses Risiko auf maximal 10 % des Fondsvermögens.

Mehr erfahren: ETFs vergleichen: TER, Replikation & Steuern →
Körperschaftsteuer (KÖSt)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Steuer auf den Gewinn von Kapitalgesellschaften wie GmbH oder AG. In Österreich ein Flat-Satz von 23 %, in Deutschland 15 % plus Solidaritätszuschlag — dort kommt zusätzlich die Gewerbesteuer oben drauf.

Mehr erfahren: Welche Steuern gibt es überhaupt? →
Korrelation

Ein Maß dafür, wie stark sich zwei Anlagen gemeinsam bewegen, auf einer Skala von -1 bis +1. Bei +1 laufen sie exakt gleich, bei -1 genau gegenläufig, bei 0 unabhängig voneinander. Je niedriger die Korrelation, desto stärker senkt Streuung das Gesamtrisiko eines Portfolios.

Mehr erfahren: Portfolio aufbauen und gewichten →
Kreditkarte

Eine Karte, die Einkäufe zunächst auf Kredit bucht — die Rechnung kommt gesammelt, oft mit der Möglichkeit einer Ratenzahlung (Revolving Credit), die teuer werden kann.

Kryptowährung

Digitales Geld, das über eine Blockchain läuft – ohne Bank oder Zentralbank dahinter. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. In der EU ist Krypto kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt keinem Einlagenschutz wie ein Bankkonto.

Mehr erfahren: Was ist Krypto eigentlich? →
Kupon

Der feste, vereinbarte Zinssatz einer Anleihe — ändert sich während der gesamten Laufzeit nie. Nicht zu verwechseln mit der Rendite, die vom aktuellen Marktpreis der Anleihe abhängt und sich laufend ändert.

Mehr erfahren: Zinsen, Aktien & Anleihen im Zusammenspiel →
Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Setzt den Börsenwert ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital. Da der Buchwert über einen Zyklus deutlich weniger schwankt als der Jahresgewinn, taugt das KBV zur Einordnung von Zyklikern besser als das KGV — es liefert auch in Verlustjahren noch eine sinnvolle Zahl.

Mehr erfahren: Zyklische Aktien bewerten →
Kursindex

Eine Index-Variante, die nur die Kursbewegung der enthaltenen Aktien misst und Dividenden ignoriert. Zahlt ein Unternehmen Dividende, fällt sein Kurs entsprechend, und der Kursindex fällt mit. Der ATX und der S&P 500 werden üblicherweise als Kursindex berichtet. Gegenstück ist der Performanceindex.

Mehr erfahren: Was ist ein Aktienindex? →
Kurswert

Der aktuelle Marktpreis einer Aktie oder eines Wertpapiers — schwankt laufend je nach Angebot und Nachfrage.

Kurzfristige Beschäftigung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsche Sonderform der Anstellung: Wer ausschließlich befristet arbeitet und im Kalenderjahr drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage nicht überschreitet, zahlt gar keine Sozialversicherungsbeiträge — unabhängig davon, wie viel verdient wird. Typischer Fall ist der Ferienjob. Lohnsteuer fällt trotzdem an, lässt sich aber meist mit der Steuererklärung zurückholen. In Österreich gibt es diese Ausnahme nicht: Dort ist ab der Geringfügigkeitsgrenze voll zu versichern.

Mehr erfahren: Was bleibt vom Ferialjob? →
L
Leasingrate

Die monatliche Zahlung für ein geleastes Auto — quasi „Miete“ für ein Fahrzeug, das am Ende meist zurückgegeben statt behalten wird.

Mehr erfahren: Auto: Kaufen, Leasen oder Importieren? →
Lebenshaltungskosten

Alle Ausgaben, die das laufende Leben verursacht: Wohnen samt Betriebskosten und Energie, Ernährung, Mobilität, Kommunikation, Kleidung, Gesundheit, Versicherungen und Freizeit. Sparen und Vermögensaufbau zählen nicht dazu — sie gehören ins Budget, sind aber keine Kosten im engeren Sinn.

Mehr erfahren: Lebenshaltungskosten berechnen — Rechner AT und DE →
Leitindex

Der wichtigste Aktienindex eines Landes, der als Stimmungsbarometer für den gesamten Markt gilt. Beispiele sind der ATX für Österreich, der DAX für Deutschland und der SMI für die Schweiz. Daneben gibt es je Land zahlreiche weitere Indizes für kleinere Unternehmen oder einzelne Branchen.

Mehr erfahren: Was ist ein Aktienindex? →
Leitzins

Der Zinssatz, den eine Zentralbank für Geschäfte mit Banken festlegt, in Österreich und Deutschland die EZB, in den USA die Fed. Über ihn steuert die Zentralbank die Kredit-, Spar- und Anleihezinsen der gesamten Wirtschaft.

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Leverage-Effekt

Der Effekt, dass Fremdkapital (z. B. ein Kredit) die Eigenkapitalrendite verstärkt — sowohl nach oben als auch nach unten. Liegt die Rendite der Anlage über dem Kreditzins, wirkt der Hebel positiv; liegt sie darunter, verstärkt er Verluste.

Mehr erfahren: Immobilien als Geldanlage →
Liquidität (Current Ratio)

Das Verhältnis von Umlaufvermögen zu kurzfristigen Schulden — zeigt, ob eine Firma ihre nächsten Rechnungen zahlen kann. Eine Firma kann profitabel sein und trotzdem in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn diese Zahl zu niedrig ist.

Mehr erfahren: Jahresbericht & Bilanz lesen →
Lock-up-Frist

Ein Zeitraum nach einem Börsengang (meist 90–180 Tage), in dem Altaktionär:innen (Gründer:innen, frühe Investor:innen) ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Läuft die Frist ab, kann zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen.

Mehr erfahren: Börsengang (IPO) →
Lohnsteuer

Die Steuer, die direkt vom Bruttogehalt abgezogen wird und an das Finanzamt geht.

M
Marktkapitalisierung

Der gesamte Börsenwert eines Unternehmens: aktueller Aktienkurs multipliziert mit der Zahl der ausgegebenen Aktien. Sie ist das übliche Maß für die Größe einer börsennotierten Firma und die Grundlage, nach der die meisten Aktienindizes (DAX, ATX, S&P 500, MSCI World) ihre Mitglieder gewichten.

Mehr erfahren: Was ist ein Aktienindex? →
Meldefonds
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein Investmentfonds mit steuerlichem Vertreter in Österreich, der seine Ertragsdaten jährlich an die OeKB meldet. Der Broker kann dadurch die KESt automatisch und korrekt vom Verrechnungskonto abziehen.

Mehr erfahren: ETF-Besteuerung im Detail →
Meldezettel
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die österreichische Wohnsitz-Anmeldung bei der Meldebehörde — verpflichtend innerhalb von 3 Tagen nach dem tatsächlichen Einzug. Braucht die Unterschrift des Unterkunftgebers bzw. der Unterkunftgeberin. Das deutsche Pendant ist die Anmeldung beim Bürgeramt, dort mit 14 Tagen Frist deutlich entspannter.

Mehr erfahren: Umzug organisieren →
MiCA

EU-Verordnung für Krypto-Dienstleister, seit Ende 2024 vollständig in Kraft. Anbieter (Börsen, Wallets, Emittenten) brauchen seither eine Lizenz und müssen transparenter sein. MiCA schafft mehr Ordnung im Markt, schützt Nutzer:innen aber nicht vor Kursverlusten.

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Mindestausbildungsvergütung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Gesetzlicher Mindestbetrag, den Auszubildende in Deutschland erhalten müssen, geregelt im Berufsbildungsgesetz. Für Ausbildungsverträge, die 2026 beginnen, liegt er im ersten Lehrjahr bei 724 Euro und steigt in den Folgejahren um 18, 35 und 40 Prozent. Tarifverträge dürfen darüber liegen, aber nicht darunter. Österreich kennt keinen solchen Mindestbetrag; dort regelt der Kollektivvertrag das Lehrlingseinkommen. Stand: 2026.

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Minijob
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsches Gegenstück zur geringfügigen Beschäftigung: ein Job bis zu einer festen monatlichen Verdienstgrenze (603 € im Jahr 2026, 633 € ab 2027). Der Arbeitgeber zahlt Pauschalbeiträge, von der beschäftigten Person gehen nur 3,6 % für die Rentenversicherung ab, davon ist auf Antrag eine Befreiung möglich. Die Grenze ist seit Oktober 2022 an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt und steigt deshalb automatisch mit. Stand: 2026.

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N
Nachbemessung (SVS)

Das österreichische System, bei dem SVS-Beiträge zunächst nur vorläufig auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage vorgeschrieben und nach Vorliegen des Einkommensteuerbescheids rückwirkend nachberechnet werden — oft Ursache für Nachzahlungen im dritten oder vierten Jahr der Selbstständigkeit.

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Nachranganleihe

Eine Anleihe, die im Insolvenzfall erst nach allen vorrangigen Anleihen bedient wird — ein höheres Risiko, meist mit einem entsprechend höheren Zins ausgeglichen.

Mehr erfahren: Anleihen im Detail →
Nennwert

Der Betrag, den du am Ende der Laufzeit einer Anleihe zurückbekommst — unabhängig davon, zu welchem Kurs du sie gekauft hast. Kupon-Zahlungen berechnen sich immer vom Nennwert, nicht vom aktuellen Kaufpreis.

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Nettorendite

Bei einer Immobilie: die Jahreskaltmiete nach Abzug laufender Kosten, geteilt durch die Gesamtinvestition (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten). Aussagekräftiger als die Bruttorendite, aber noch ohne den Effekt der Finanzierung.

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Netzwerkeffekt

Ein Produkt oder eine Plattform wird für jede:n Nutzer:in wertvoller, je mehr andere Menschen sie ebenfalls nutzen — ein starker Burggraben, weil neue Konkurrenten bei null Nutzer:innen starten müssen.

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Nichtmeldefonds
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein Fonds ohne Steuerdaten-Meldung an die OeKB. In Österreich greift dann eine pauschale Ersatzbesteuerung: der höhere Wert aus 90% der jährlichen Kursveränderung oder 10% des Jahresend-Werts.

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Normalisierter Gewinn

Ersetzt bei einem Zykliker den Gewinn eines einzelnen Jahres durch den Gewinn, den das Unternehmen über einen vollen Zyklus im Schnitt erwirtschaftet: aktueller Umsatz mal durchschnittliche Marge über sieben bis zehn Jahre. Nötig, weil ein KGV auf Spitzengewinnen die Bewertung systematisch zu günstig erscheinen lässt.

Mehr erfahren: Zyklische Aktien bewerten — mit Normalisierungs-Rechner →
Notgroschen

Finanzielle Rücklage für unerwartete Ausgaben (z. B. Reparaturen, Zahnarzt), getrennt vom Alltagskonto und jederzeit verfügbar. Als Faustregel gelten 2–3 Netto-Monatsgehälter. Dient reiner Sicherheit, nicht dem Vermögensaufbau — deshalb kein Investment, sondern liquides Sparen.

Mehr erfahren: 5 Geldfehler, die dich richtig Geld kosten →
NoVA (Normverbrauchsabgabe)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine österreichische Steuer beim Kauf oder Import eines Autos, abhängig vom CO2-Ausstoß. Fällt z. B. beim Import eines Gebrauchtwagens aus Deutschland an.

Mehr erfahren: Auto: Kaufen, Leasen oder Importieren? →
O
OG (Offene Gesellschaft)

Die österreichische Personengesellschaft für mindestens zwei Personen, die einen Gesellschaftsvertrag und eine Eintragung ins Firmenbuch braucht. Anders als die GesbR ist die OG selbst rechtsfähig, alle Gesellschafter:innen haften aber weiterhin unbeschränkt und persönlich.

Mehr erfahren: Welche Firmenformen gibt es? →
OHG (Offene Handelsgesellschaft)

Das deutsche Gegenstück zur österreichischen OG — braucht eine Eintragung ins Handelsregister. Alle Gesellschafter:innen haften unbeschränkt und persönlich, auch für Fehler der anderen Gesellschafter:innen (§ 105 HGB).

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Operativer Cashflow

Das Geld, das im Tagesgeschäft tatsächlich zu- oder abgeflossen ist. Er wird oft mit dem EBITDA verwechselt, berücksichtigt aber zusätzlich Veränderungen bei Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten. Ein Unternehmen kann deshalb ein hohes EBITDA ausweisen und trotzdem knapp bei Kasse sein, wenn seine Kunden nicht zahlen.

Mehr erfahren: EBITDA berechnen — Rechner und Formel →
Opting-in

Die freiwillige Selbstversicherung bei der SVS für österreichische Neue Selbständige, die unter der Versicherungsgrenze liegen und daher eigentlich nicht pflichtversichert sind — sinnvoll, wenn sonst kein Krankenversicherungsschutz besteht.

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ORF-Beitrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Österreichs Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, seit 2024 Nachfolger der GIS-Gebühr: 15,30 € pro Monat und Hauptwohnsitz (plus Landesabgabe in vier Bundesländern), unabhängig von Empfangsgeräten. Das deutsche Gegenstück ist der Rundfunkbeitrag.

Mehr erfahren: Rundfunkbeitrag und ORF-Beitrag in der ersten Wohnung →
Output Gap

Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Bruttoinlandsprodukt eines Landes und seinem „Potenzialoutput“ — was die Wirtschaft bei voller, nicht-inflationärer Auslastung leisten könnte. Positiv = Überhitzungsgefahr, negativ = Spielraum ohne Inflationsdruck. Lässt sich nur schätzen, nicht exakt messen.

Mehr erfahren: Geldpolitik & Notenbank (EZB) →
Overnight-Risiko

Das Risiko, dass sich Kurse während der Zeit, in der keine Handelsmöglichkeit besteht (z. B. über Nacht oder am Wochenende), stark bewegen, ohne dass darauf reagiert werden kann. Betrifft vor allem Swing-Trading, wo Positionen länger als einen Handelstag offen bleiben — Day-Trading vermeidet es bewusst durch tägliches Glattstellen aller Positionen.

Mehr erfahren: Trading-Arten im Vergleich →
P
Pauschbetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein deutscher Betrag, der vor Anwendung des Steuersatzes vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird — anders als beim österreichischen Absetzbetrag hängt der tatsächliche Vorteil in Euro vom eigenen Grenzsteuersatz ab (bei höherem Einkommen mehr wert).

Mehr erfahren: Einkommensteuer: was bekommst du wirklich zurück? →
Pensionskonto
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das persönliche Konto der österreichischen Pensionsversicherung. Pro Arbeitsjahr werden 1,78 % der Beitragsgrundlage als Teilgutschrift eingebucht; die Summe aller Teilgutschriften heißt Gesamtgutschrift und ergibt geteilt durch 14 den heutigen Monatsanspruch. Jederzeit auf meinesv.at abrufbar. Ein Pensionskonto hat, wer ab 1.1.1955 geboren und in Österreich pflichtversichert ist oder war.

Mehr erfahren: Wo siehst du deine Pension? →
Performanceindex

Eine Index-Variante, bei der Dividenden rechnerisch sofort wieder angelegt werden. Sie zeigt die Gesamtrendite inklusive Ausschüttungen und steht daher höher als die reine Kurs-Variante. Der DAX ist die bekannteste Ausnahme, die als Performanceindex berichtet wird; die meisten anderen Indizes sind Kursindizes. Auch Total-Return-Index genannt.

Mehr erfahren: Was ist ein Aktienindex? →
Pflichtpraktikum
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein von der Schule oder Hochschule vorgeschriebenes Praktikum, bei dem der Ausbildungszweck im Vordergrund steht. Bleibt es unentgeltlich, ist keine Anmeldung zur Sozialversicherung nötig; abgesichert ist man über die gesetzliche Unfallversicherung für Schülerinnen und Studierende. Sobald ein Taschengeld oder ein Sachbezug fließt, entstehen Lohnsteuerpflicht und Meldepflicht, ab einem Monat Dauer auch Beiträge zur betrieblichen Vorsorge. Nicht zu verwechseln mit der Ferialarbeit, einem normalen Dienstverhältnis in den Ferien.

Mehr erfahren: Ferienjob-Rechner →
Pflichtveranlagung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Die gesetzliche Pflicht in Deutschland, eine Steuererklärung abzugeben — etwa bei Nebeneinkünften über 410 €, mehreren gleichzeitigen Arbeitgebern oder bestimmten Steuerklassenkombinationen bei Ehepaaren (§ 46 EStG). Anders als in Österreich gibt es dabei keinen automatischen Fallback ohne Antrag.

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Phishing

Betrugsmasche per E-Mail oder Nachricht, die aussieht wie von einer echten Bank oder Behörde. Ziel ist es, Zugangsdaten, TAN oder direkt Geld zu erbeuten. Banken und Behörden fragen so etwas nie per E-Mail ab.

Mehr erfahren: Phishing erkennen 2026 →
Privathaftpflicht
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Versicherung gegen Ansprüche Dritter bei unabsichtlich verursachten Schäden. In Österreich meist automatisch Teil der Haushaltsversicherung, in Deutschland ein eigenständiger Vertrag. Kinder sind über die Eltern oft bis zum Ende der Erstausbildung mitversichert, nicht automatisch bis zu einem festen Alter.

Mehr erfahren: Was deckt die Haushaltsversicherung ab? →
Q
Quishing

Phishing per QR-Code: Kriminelle kleben gefälschte QR-Codes über echte, etwa an Parkscheinautomaten oder auf Paket-Benachrichtigungen. Der Code führt zu einer Fake-Zahlungsseite statt zum echten Anbieter.

Mehr erfahren: Phishing erkennen 2026 →
R
Ratenkauf

Ein Kauf, bei dem der Preis in mehreren Raten statt auf einmal bezahlt wird — bequem, aber oft mit Zinsen oder versteckten Gebühren verbunden.

Mehr erfahren: Kredit & Ratenkauf →
Rating

Die Bewertung der Bonität (Kreditwürdigkeit) eines Schuldners durch Ratingagenturen wie Moody, S&P oder Fitch — auf einer Skala von AAA (beste Qualität) bis D (Zahlungsausfall).

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Realrendite

Die Rendite einer Anlage, nachdem die Inflation herausgerechnet wurde — zeigt den tatsächlichen Kaufkraftzuwachs. Realrendite ist ungefähr Nominalrendite minus Inflation: Bei 7 % Rendite und 3 % Inflation bleiben real nur rund 4 % übrig.

Mehr erfahren: Zinseszins vertieft →
Realzins

Der Zinssatz nach Abzug der Inflation – zeigt, wie viel Kaufkraft eine Geldanlage tatsächlich gewinnt oder verliert. Liegt die Inflation über dem Nominalzins, ist der Realzins negativ und das Vermögen verliert trotz Zinsen an Wert.

Mehr erfahren: Was ist Inflation? →
Rebalancing

Das regelmäßige Zurücksetzen eines Portfolios auf die ursprünglich geplante Gewichtung. Ohne Rebalancing verschiebt sich die Aufteilung über die Jahre automatisch in Richtung der besser gelaufenen Anlageklasse — und damit meist zu mehr Risiko.

Mehr erfahren: Portfolio aufbauen und gewichten →
Referenzkonto

Ein vorab festgelegtes Girokonto, das auf den Namen der Depot- oder Kontoinhaberin läuft. Auszahlungen aus dem Depot gehen ausschließlich auf dieses Konto, und Einzahlungen von fremden Konten werden aus Geldwäschegründen abgelehnt.

Mehr erfahren: Erstes Depot eröffnen →
Regelbesteuerung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der freiwillige Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung: Umsatzsteuer wird auf Rechnungen ausgewiesen und ans Finanzamt abgeführt, dafür darf die selbst gezahlte Vorsteuer abgezogen werden. Bindet in der Regel für mehrere Jahre.

Mehr erfahren: Side-Business starten (Kleinunternehmer) →
Regelpensionsalter (AT) / Regelaltersgrenze (DE)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das Alter, ab dem regulär die staatliche Pension bzw. Rente ohne Abschläge bezogen werden kann. In Österreich liegt es für Männer bei 65 Jahren, für Frauen wird es schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben (vollständig ab 2033). In Deutschland liegt die Regelaltersgrenze für jüngere Geburtsjahrgänge bei 67 Jahren.

Mehr erfahren: Pension & Rente einfach erklärt →
Rendite

Der prozentuale Gewinn (oder Verlust) einer Geldanlage über einen bestimmten Zeitraum.

Renteninformation
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der jährliche Brief der Deutschen Rentenversicherung mit den bisher erworbenen Ansprüchen und einer Hochrechnung auf die Regelaltersrente. Kommt automatisch erst ab 27 und nach fünf Beitragsjahren; ab 55 wird daraus alle drei Jahre die ausführlichere Rentenauskunft. Nicht zu verwechseln mit dem Versicherungsverlauf, der nur zeigt, was gespeichert ist.

Mehr erfahren: Wo siehst du deine Pension? →
Replikation (physisch/synthetisch)
📝 Wird im ETF-Vergleichs-Artikel vertieft

Die Methode, wie ein ETF einen Index nachbildet. Physisch kauft er die enthaltenen Wertpapiere wirklich, synthetisch bildet er die Wertentwicklung über ein Tauschgeschäft (Swap) nach.

Reservewährung

Eine Währung, die Notenbanken weltweit in größerem Umfang als Devisenreserve halten. Der US-Dollar ist mit Abstand die wichtigste Reservewährung (rund 57% aller globalen Währungsreserven, IMF-Daten), gefolgt vom Euro (rund 20%). Der Reservewährungsstatus erklärt, warum US-Zinsentscheidungen weltweit besonders starke Auswirkungen haben.

Mehr erfahren: Wechselkurse & internationale Märkte →
Restwert

Der geschätzte Wert eines Leasing-Autos am Ende der Laufzeit — Grundlage dafür, ob eine Abschlusszahlung fällig wird.

Mehr erfahren: Auto: Kaufen, Leasen oder Importieren? →
Revolving Credit

Eine Kreditkarten-Funktion, bei der nur ein Teil der Rechnung sofort beglichen wird und der Rest zu hohen Zinsen „mitläuft“ — eine der teuersten Alltagsschulden-Fallen überhaupt.

Risiko-Rendite-Verhältnis

Der Zusammenhang zwischen möglichem Gewinn und möglichem Verlust einer Anlage — grundsätzlich gilt: höhere mögliche Rendite bedeutet meist höheres Risiko.

Mehr erfahren: Welche Anlageformen gibt es? →
Roach Motel

Ein Gestaltungstrick, bei dem die Anmeldung in Sekunden geht und die Kündigung durch mehrere Menüebenen, Wartezeiten oder Telefonanrufe erschwert wird. Der Name kommt von der Kakerlakenfalle: leicht hinein, schwer wieder heraus. Besonders verbreitet bei Abos.

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Robo-Advisor

Ein digitaler Vermögensverwalter, der Geldanlagen automatisiert nach Algorithmen bzw. Machine-Learning-Modellen zusammenstellt und verwaltet — von der Portfolio-Erstellung über Rebalancing bis zur Anpassung an die eigene Risikotoleranz, ohne persönliche Berater:in.

Mehr erfahren: Top 10 KI-Trends in der Finanzwelt 2026 →
Rückstellungen

Geld, das eine Firma für künftige, noch ungewisse Verpflichtungen zurücklegt — z. B. Pensionen, Garantieleistungen oder laufende Rechtsstreitigkeiten. Weder klassische Schuld noch Eigenkapital, zählen aber zum Fremdkapital.

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Rundfunkbeitrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

In Deutschland die Abgabe zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ARD, ZDF, Deutschlandradio): 18,36 € pro Monat und Wohnung, unabhängig von der Personenzahl und davon, ob Empfangsgeräte vorhanden sind. Das österreichische Gegenstück ist der ORF-Beitrag.

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S
SaaS (Software as a Service)

Ein Geschäftsmodell, bei dem Software nicht einmalig gekauft, sondern im Abo gemietet wird (meist monatlich). Da zusätzliche Kund:innen kaum Zusatzkosten verursachen, sind SaaS-Firmen oft sehr margenstark und hoch bewertet.

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Sachbezug
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein geldwerter Vorteil vom Arbeitgeber, der nicht als Geld ausgezahlt wird — etwa ein Dienstwagen zur Privatnutzung, ein Firmenhandy oder eine Dienstwohnung. Er erhöht das steuerpflichtige Brutto, ohne dass mehr Geld fließt, und senkt dadurch das ausgezahlte Netto.

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Saisonalität

Wiederkehrende Muster im Kursverlauf, die an bestimmte Zeiträume im Jahr gekoppelt sind — etwa schwächere Sommermonate oder eine Jahresendrally. Solche Muster sind statistisch meist schwach und taugen selten als alleinige Entscheidungsgrundlage.

Mehr erfahren: September: Ist das wirklich der schlechteste Börsenmonat? →
Selbstbehalt

Der Betrag, den man bei einem Versicherungsschaden selbst zahlt, bevor die Versicherung den Rest übernimmt. Höherer Selbstbehalt bedeutet meist niedrigere monatliche Prämie.

Mehr erfahren: Erstes Auto & KFZ-Versicherung →
September-Effekt

Die Beobachtung, dass der September historisch der schwächste Börsenmonat ist — beim S&P 500 seit 1928 im Schnitt rund −1,1 %. Der Effekt ist real, aber zu schwach und zu unzuverlässig, um daraus eine Handelsstrategie abzuleiten.

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Sicherer Hafen

Eine Anlageklasse oder Währung, in die Anleger:innen in Krisenzeiten flüchten, weil sie als besonders stabil und wertbeständig gilt — z. B. der US-Dollar, der Schweizer Franken oder Gold. Die Flucht in „sichere Häfen“ kann deren Kurs unabhängig von deren eigener Wirtschaftslage nach oben treiben.

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Smishing

Phishing per SMS statt per E-Mail, oft mit einer angeblichen Frist oder einer Paket-/Strafzettel-Meldung als Köder. Funktioniert genauso wie klassisches Phishing, nur über einen anderen Kanal.

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Social Proof

Der Verkaufstrick, Kaufentscheidungen anderer sichtbar zu machen — Sternebewertungen, „Bestseller“-Markierungen oder „12 Personen sehen sich das gerade an“. Er nutzt die menschliche Neigung, das Verhalten vieler als Beleg für Qualität zu nehmen. Auch Influencer-Empfehlungen wirken über diesen Mechanismus.

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Sondervermögen

Das Vermögen eines Investmentfonds wird rechtlich getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwaltet. Geht die Fondsgesellschaft pleite, bleibt das Fondsvermögen davon unberührt und gehört weiterhin den Anleger:innen.

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Sonstige Bezüge
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Steuerlicher Sammelbegriff für Zahlungen, die neben dem laufenden Gehalt anfallen — in Österreich vor allem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, in Deutschland etwa Weihnachtsgeld oder Abfindungen. In Österreich sind sie innerhalb des Jahressechstels begünstigt besteuert, in Deutschland gibt es diese Begünstigung nicht.

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Sozialabgaben / Sozialversicherungsbeiträge
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Pflichtbeiträge vom Bruttogehalt für Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung (in Deutschland zusätzlich Pflegeversicherung). Arbeitnehmeranteil in Österreich 18,07 %, bei kleinen Löhnen bis 2.225 € nur 15,12 %; in Deutschland rund 21 %, zwischen 603 und 2.000 € auf eine abgesenkte Grundlage gerechnet. Der Arbeitgeber zahlt in beiden Ländern noch einmal einen eigenen Anteil obendrauf. Stand: 2026.

Sozialversicherung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Pflichtversicherung, deren Beiträge direkt vom Bruttolohn abgezogen werden und die Kranken-, Pensions- beziehungsweise Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung finanziert. Sie ist der Hauptgrund, warum vom Brutto deutlich weniger auf dem Konto ankommt: Bei 1.200 Euro brutto sind es rund 181 Euro in Österreich (dank befreitem Arbeitslosenversicherungsbeitrag) und rund 181 Euro in Deutschland (dank Übergangsbereich). Wer keine Beiträge zahlt, erwirbt für diese Zeit auch keine Versicherungszeiten. Stand: 2026.

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Sparbuch

Eine sehr sichere, aber niedrig verzinste Form des Sparens bei einer Bank — Geld liegt fest, wächst aber kaum.

Sparer-Pauschbetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Der deutsche Freibetrag für Kapitalerträge: 1.000 Euro pro Jahr und Person, 2.000 Euro bei gemeinsam veranlagten Paaren. Bis zu dieser Höhe fallen keine Steuern auf Zinsen, Dividenden, Kursgewinne und Vorabpauschalen an — vorausgesetzt, bei der Bank liegt ein Freistellungsauftrag vor. Österreich kennt keinen vergleichbaren Freibetrag auf die KESt.

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Sparerpauschbetrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Jährlicher Steuerfreibetrag in Deutschland für Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne: 1.000 € pro Person, 2.000 € für Ehepaare. Österreich kennt keinen vergleichbaren Freibetrag — dort greift die KESt ab dem ersten Euro.

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Sparplan

Regelmäßiges automatisches Investieren eines fixen Betrags — z. B. monatlich 50€ in einen ETF.

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Sperrminorität

Ein Aktienanteil von mehr als 25%, der ausreicht, um Hauptversammlungsbeschlüsse zu blockieren, die eine Dreiviertelmehrheit erfordern (z. B. Satzungsänderungen) — ohne selbst etwas durchsetzen zu können.

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Spread

Die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs eines Wertpapiers. Wer kauft, zahlt etwas über dem aktuellen Wert, wer verkauft, bekommt etwas darunter. Der Spread ist eine versteckte Kostenposition, die auf keiner Abrechnung steht – an einer Börse wie Xetra während der Handelszeiten ist er am kleinsten, abends und am Wochenende größer.

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Stagflation

Eine seltene wirtschaftliche Sondersituation, in der hohe Inflation und wirtschaftliche Stagnation (kaum oder kein Wachstum) gleichzeitig auftreten — im klassischen Konjunkturzyklus schließen sich diese beiden Dinge eigentlich fast aus. Der bekannteste Fall war die Ölkrise 1973/74, ausgelöst durch einen plötzlichen Angebotsschock statt der üblichen Nachfrageschwankung.

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Stammaktie

Die klassische Aktienart mit vollem Stimmrecht auf der Hauptversammlung — im Gegensatz zur Vorzugsaktie, die meist auf Stimmrecht verzichtet, dafür aber eine bevorzugte Dividende bietet.

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steuereinfacher Broker
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein Broker mit Sitz oder Niederlassung in Österreich, der die 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) auf Kursgewinne und Dividenden automatisch berechnet, einbehält und ans Finanzamt abführt – samt Verlustausgleichstopf pro Kalenderjahr. Für diese Wertpapiere ist dann keine Steuererklärung nötig. Bei nicht steuereinfachen Brokern läuft die KESt über die jährliche Veranlagung (Beilage E1kv).

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Steuerklasse
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Ein System in Deutschland, das die Höhe der Lohnsteuer abhängig vom Familien-/Beziehungsstatus einteilt (Klasse 1–6). Österreich kennt dieses System nicht — hier läuft die Steuer unabhängig vom Familienstand über die Arbeitnehmerveranlagung.

Streubesitz

Der Anteil der Aktien eines Unternehmens, der frei an der Börse handelbar ist und nicht fest bei Großaktionären, Gründerfamilien oder dem Staat liegt. Aktienindizes gewichten ihre Mitglieder meist nach der Streubesitz-Marktkapitalisierung, zählen also nur die tatsächlich handelbaren Aktien. Englisch: Free Float.

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Swing-Trading

Trading-Stil, bei dem Positionen über mehrere Tage bis wenige Wochen gehalten werden, um von einer erwarteten Kursbewegung (einem „Swing“) zu profitieren. Kombiniert technische mit teils fundamentaler Analyse und erfordert deutlich mehr Zeit und Wissen als reines Investieren.

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T
Tagesgeld

Ein Sparkonto mit täglicher Verfügbarkeit und meist etwas höheren Zinsen als das klassische Sparbuch.

Taschengeld

Das regelmäßige Geld, das Jugendliche von den Eltern bekommen — der erste Ort, an dem man Budgetieren lernt.

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Technische Analyse

Methode zur Kurseinschätzung, die sich auf Charts, Kursmuster und Handelsvolumen stützt — statt auf Geschäftszahlen oder Unternehmenswert wie bei der fundamentalen Analyse. Basis fast aller Swing- und Day-Trading-Entscheidungen, im Gegensatz zum fundamental geprägten langfristigen Investieren.

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Teilfreistellung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine deutsche Regel, nach der ein Teil der Gewinne aus Fonds steuerfrei bleibt — bei Aktienfonds mit mindestens 51 Prozent Aktienanteil sind es 30 Prozent. Sie gleicht aus, dass der Fonds selbst bereits Steuern auf seine Erträge gezahlt hat. In Österreich gibt es keine Entsprechung.

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TER (Total Expense Ratio)
📝 Wird im ETF-Vergleichs-Artikel vertieft

Die jährliche Gesamtkostenquote eines ETFs oder Fonds, angegeben in Prozent des investierten Betrags. Je niedriger, desto mehr Rendite bleibt beim Anleger.

TKG (Telekommunikationsgesetz)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das deutsche Gesetz, das u. a. Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen bei Handyverträgen regelt. Österreich hat ein eigenes Telekommunikationsgesetz mit ähnlichen, aber nicht identischen Regeln.

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Total Return

Die tatsächliche Gesamtrendite einer Aktie: Kursgewinn plus erhaltene Dividende. Wer nur auf den Kursverlauf schaut, unterschätzt oft die wirkliche Rendite.

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Tracking Difference

Die tatsächliche Abweichung der ETF-Rendite von der Rendite des Index über einen längeren Zeitraum — meist leicht negativ, weil Kosten wie die TER die Wertentwicklung schmälern. Zeigt das Endergebnis, nicht die Schwankung auf dem Weg dorthin.

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Tracking Error

Wie stark die tägliche Wertentwicklung eines ETFs statistisch um den Index herum schwankt (Standardabweichung). Ein niedriger Tracking Error bedeutet, der ETF folgt dem Index sehr gleichmäßig — unabhängig davon, ob er am Ende leicht darüber oder darunter liegt.

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U
Übergangsbereich
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Deutsche Regelung für Monatslöhne zwischen 603,01 und 2.000 Euro: Der Arbeitnehmer zahlt seine Sozialversicherungsbeiträge nicht auf das volle Brutto, sondern auf eine abgesenkte Bemessungsgrundlage nach der Formel 2000 geteilt durch (2000 minus Geringfügigkeitsgrenze), mal (Entgelt minus Geringfügigkeitsgrenze). Bei 603 Euro ist der eigene Anteil null, bei 2.000 Euro voll, dazwischen steigt er gleichmäßig. Wer stattdessen den vollen Satz aufs volle Brutto rechnet, zieht bei 1.200 Euro rund 73 Euro im Monat zu viel ab. Der Arbeitgeberanteil bleibt unverändert. Früher Gleitzone genannt. Stand: 2026.

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UG (haftungsbeschränkt)

Die deutsche „Mini-GmbH“ — gründbar schon ab 1 € Stammkapital (§ 5a GmbHG). Der Haken: Mindestens 25 % des Jahresüberschusses müssen zurückgelegt werden, bis 25.000 € erreicht sind, dann kann in eine reguläre GmbH umgewandelt werden.

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Umlageverfahren

System der staatlichen Pension bzw. Rente in Österreich und Deutschland: Die Beiträge der aktuell arbeitenden Bevölkerung finanzieren direkt die Pensionen bzw. Renten der aktuellen Pensionist:innen bzw. Rentner:innen — es wird nicht individuell für die eigene, spätere Pension gespart.

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Underwriter

Investmentbank, die einen Börsengang begleitet: Sie prüft die Firma, erstellt den Wertpapierprospekt mit, organisiert die Preisfindung und platziert die Aktien bei Investor:innen. Bei großen Börsengängen teilen sich mehrere Banken diese Rolle.

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Unternehmenswert (Enterprise Value)

Börsenwert plus Nettoverschuldung — also der Betrag, den ein Käufer für das gesamte Unternehmen samt Schulden aufbringen müsste. Grundlage der Kennzahlen EV/Umsatz und EV/EBITDA, die bei kapitalintensiven und verschuldeten Unternehmen aussagekräftiger sind als der reine Börsenwert.

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Urlaubs- und Weihnachtsgeld (14 Gehälter)
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

In Österreich üblich: Zusätzlich zu den 12 Monatsgehältern gibt es im Juni und November je ein weiteres Gehalt, das steuerlich begünstigt ist.

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V
Verkehrsabsetzbetrag

Ein österreichischer Absetzbetrag, der jedem Arbeitnehmer automatisch zusteht (496 €/Jahr, Stand 2026), auch zusätzlich zur Pendlerpauschale. Bei niedrigem Einkommen und Pendlerpauschale-Anspruch erhöht er sich auf bis zu 853 €.

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Verlustausgleich

Automatische Verrechnung von Gewinnen und Verlusten aus Kapitalvermögen (Aktien, ETFs, Dividenden) innerhalb desselben Kalenderjahres und derselben Bank in Österreich — senkt die KESt auf das verbleibende Nettoergebnis.

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Verlustbescheinigung

Von der Bank ausgestelltes Dokument, das in Deutschland bis 15. Dezember beantragt werden muss, um Verluste bankübergreifend im Rahmen der Steuererklärung mit Gewinnen bei einer anderen Bank zu verrechnen.

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Verlusttopf

Deutscher Begriff für den steuerlichen „Topf“, in dem Gewinne und Verluste gegeneinander verrechnet werden — getrennt in einen Aktien-Verlusttopf und einen „Sonstige“-Verlusttopf für ETFs, Zinsen und Dividenden.

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Verlustvortrag
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Nicht ausgeglichene Verluste, die ins nächste Steuerjahr übertragen werden dürfen. In Deutschland unbegrenzt und ohne Verfallsdatum möglich, bei privaten Kapitalerträgen in Österreich dagegen nicht vorgesehen — dort verfallen ungenutzte Verluste am 31. Dezember.

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Verrechnungskonto

Das Geldkonto, das zu jedem Wertpapierdepot gehört. Über es werden Käufe und Verkäufe abgewickelt, und Dividenden werden dort gutgeschrieben. Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällt unter die Einlagensicherung bis 100.000 €; manche Anbieter zahlen darauf Guthabenzinsen.

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Versicherungsgrenze (SVS)

Die österreichische Jahresgewinn-Grenze (2026: 6.613,20 €), bis zu der Neue Selbständige von der SVS-Pflichtversicherung ausgenommen sein können — zusätzlich muss auch der Umsatz unter 55.000 € bleiben.

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Volatilität

Wie stark der Preis einer Anlage schwankt. Hohe Volatilität bedeutet große Ausschläge nach oben und unten.

Vorabpauschale
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine deutsche Steuer-Vorauszahlung auf thesaurierende Fonds, die jährlich automatisch vom Verrechnungskonto abgebucht wird — auch ohne erfolgte Ausschüttung. Berechnet aus einem gesetzlich festgelegten Basiszins, gedeckelt auf die tatsächliche Wertsteigerung des Fonds.

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Vorsorgewohnung
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Eine österreichische Neubau-Wohnung, die ausschließlich zur Vermietung gekauft wird. Der Käufer wird umsatzsteuerlich zum Unternehmer und kann sich die beim Kauf gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückholen — muss dafür aber über 20–25 Jahre einen steuerlichen Gesamtüberschuss nachweisen (sonst „Liebhaberei“-Falle).

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Vorstand

Führt das operative Tagesgeschäft einer AG und vertritt sie nach außen. Wird vom Aufsichtsrat bestellt und kontrolliert. Anders als bei einer GmbH gibt es bei einer AG keine „Geschäftsführung“ — diese Rolle übernimmt der Vorstand.

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Vorsteuerabzug
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Das Recht, die selbst gezahlte Umsatzsteuer auf Einkäufe und Investitionen vom Finanzamt zurückzuholen. Steht nur Unternehmen offen, die zur Regelbesteuerung optiert haben — Kleinunternehmer:innen haben diesen Anspruch nicht.

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Vorzugsaktie

Eine Aktienart, die meist auf das Stimmrecht auf der Hauptversammlung verzichtet, dafür aber eine höhere oder bevorzugte Dividende bietet — Gegenstück zur Stammaktie.

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W
Wandelanleihe

Eine Anleihe, die unter bestimmten Bedingungen in Aktien des Unternehmens umgetauscht werden kann — verbindet feste Zinszahlung mit der Chance auf Kursgewinne, falls die Aktie gut läuft.

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Wertpapierdepot

Ein Konto bei einer Bank oder einem Online-Broker, über das Aktien, ETFs und andere Wertpapiere gekauft, verwahrt und verkauft werden. Notwendige Voraussetzung, um überhaupt an der Börse zu handeln.

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Wertpapierprospekt

Pflichtdokument vor einem Börsengang, in den USA „S-1“ genannt. Es enthält Finanzzahlen, Risiken und Angaben zur Unternehmensführung und muss veröffentlicht werden, bevor Anleger:innen Aktien zeichnen können.

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Z
Zentralbank / EZB

Die Europäische Zentralbank steuert die Geldpolitik der Eurozone — u. a. durch die Festlegung der Leitzinsen, was wiederum Kredite und Sparzinsen beeinflusst.

Zinsen

Der Preis fürs Verleihen von Geld — man bekommt sie fürs Sparen, man zahlt sie fürs Leihen.

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Zinseszins

Wenn nicht nur das ursprüngliche Kapital Zinsen bringt, sondern auch die bereits erhaltenen Zinsen wieder mitverzinst werden — der Haupttreiber hinter langfristigem Vermögensaufbau.

Mehr erfahren: Was ist ein Sparplan? →
Zinsstrukturkurve (inverse)

Normalerweise verlangen Anleger:innen für langfristige Anleihen höhere Zinsen als für kurzfristige. Dreht sich das um — kurzfristige Zinsen höher als langfristige — spricht man von einer inversen Zinsstrukturkurve. Gilt historisch als eines der zuverlässigsten Rezessions-Frühwarnsignale.

Mehr erfahren: Geldpolitik & Notenbank (EZB) →
Zufluss-Abfluss-Prinzip

Bei der einfachen Gewinnermittlung (E/A-Rechnung, EÜR) zählt nicht das Rechnungsdatum, sondern wann Geld tatsächlich ein- oder ausgeht. Eine Dezember-Rechnung, die erst im Jänner bezahlt wird, fällt damit ins neue Jahr.

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Zuverdienstgrenze
🇦🇹🇩🇪 AT/DE unterschiedlich

Betrag, den ein Kind pro Kalenderjahr verdienen darf, ohne dass die österreichische Familienbeihilfe gekürzt wird. Sie liegt bei 17.212 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen und gilt erst ab dem Kalenderjahr, in dem das Kind 20 wird; davor bleibt das Einkommen ganz außer Betracht. Bei Überschreitung ist nur der übersteigende Betrag zurückzuzahlen, nicht die ganze Beihilfe. Deutschland kennt seit 2012 keine solche Einkommensgrenze. Stand: 2026.

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Zykliker

Ein Unternehmen, dessen Gewinn stark mit dem Auf und Ab seiner Branche schwankt — etwa Halbleiter, Chemie, Stahl, Schifffahrt oder Automobilzulieferer. Ursache ist meist die lange Bauzeit von Produktionskapazität: Sie wird im Boom beschlossen und steht erst Jahre später bereit, oft dann, wenn die Nachfrage schon wieder nachgibt.

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