EBITDA berechnen & verstehen
Schieb die Regler und sieh live, wie aus dem Umsatz einer Firma Schritt für Schritt ihr Gewinn wird.
Was ist EBITDA?
Wenn du eine Aktie kaufst, willst du wissen: Verdient diese Firma eigentlich Geld mit ihrem Kerngeschäft? Genau das zeigt der EBITDA — eine der meistgenutzten Kennzahlen, um Unternehmen unabhängig von ihrer Finanzierung und Steuersituation zu vergleichen.
EBITDA kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization — auf Deutsch: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Dass es dabei gleich zwei „Abschreibungs“-Buchstaben gibt (D und A), liegt daran, dass das Englische zwischen Abschreibungen auf materielle Anlagen wie Maschinen oder Gebäude (Depreciation) und auf immaterielle Werte wie Patente, Software oder Firmenwert (Amortization) unterscheidet — im Deutschen fasst man das meist einfach als „Abschreibungen“ zusammen.
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Vereinfachtes Beispiel ohne außerordentliche Posten, Beteiligungsergebnisse oder latente Steuern. Reale Geschäftsberichte sind komplexer.
Warum ist EBITDA so verbreitet?
EBITDA blendet bewusst aus, wie eine Firma finanziert ist (Zinsen) und wo sie steuerlich sitzt (Steuern), sowie wie alt ihre Anlagen sind (Abschreibungen). Das macht es leichter, das operative Kerngeschäft zweier Firmen zu vergleichen — selbst wenn eine davon viele Schulden hat und die andere keine.
Eine bekannte Schwäche: EBITDA blendet Abschreibungen komplett aus — bei einer Firma mit sehr alten, bald zu ersetzenden Maschinen kann ein hohes EBITDA trotzdem bald teure Neuinvestitionen bedeuten, die im EBITDA gar nicht sichtbar sind. EBITDA ist deshalb ein guter erster Blick, aber nie die einzige Kennzahl, auf die man sich verlassen sollte.