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ETF-Sparplan-Rechner

Stell deinen ETF-Sparplan ein und sieh, wie aus kleinen monatlichen Beträgen über die Jahre etwas Großes wird — dank Zinseszins und Cost-Average-Effekt.

1–50Jahre einstellbar
LiveZinseszins-Berechnung
2026aktuell
ℹ️

Keine Finanz- oder Anlageberatung. Dieses Tool dient ausschließlich der allgemeinen Bildung. Investitionen sind immer mit Risiko verbunden — auch der Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Alle Zahlen sind vereinfachte Beispiele.

Was ist ein Sparplan?

Ein ETF-Sparplan investiert automatisch einen fixen Betrag in regelmäßigen Abständen — meist monatlich — in einen ETF oder Fonds. Kein manuelles Kaufen, kein Abwarten auf den „perfekten“ Kurs. Es läuft einfach. Der ETF-Sparplan-Rechner auf dieser Seite zeigt dir, was daraus über die Jahre werden kann.

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Der Vorteil: Du musst nicht den perfekten Zeitpunkt finden — den gibt es sowieso nicht. Ein Sparplan nimmt dir diese Entscheidung ab und macht Investieren zur Gewohnheit, genau wie eine Sparrate aufs Tagesgeldkonto.

📊 Der Cost-Average-Effekt

Das ist der eigentliche Trick hinter einem Sparplan. Weil du immer den gleichen Betrag investierst (nicht die gleiche Anzahl an Anteilen), kaufst du automatisch mehr Anteile wenn der Kurs niedrig ist — und weniger wenn er hoch ist. Über Zeit gleicht sich das aus.

Beispiel: 100€ pro Monat, ETF-Kurs schwankt
Monat 1
20€/Anteil
5,0 Anteile
Monat 2
25€/Anteil
4,0 Anteile
Monat 3
15€/Anteil
6,7 Anteile
Monat 4
20€/Anteil
5,0 Anteile
Ergebnis nach 4 Monaten:
400€ investiert → 20,7 Anteile · Ø-Preis 19,3€ statt 20€

🧠 Warum das wichtig ist

Wenn der Kurs fällt, ist das für einen Sparplan eigentlich gut — du bekommst mehr Anteile für dein Geld. Du musst die Schwankungen nicht fürchten, weil du sowieso regelmäßig weiter kaufst. Das nimmt Stress aus dem Investieren.

🧮 ETF-Sparplan-Simulator

Stell deinen ETF-Sparplan ein und sieh wie er über die Jahre wächst — und was der Unterschied zwischen Reinvestieren und Ausschütten wirklich bedeutet.

Dein ETF-Sparplan

📅 Stand: 2026 · Vereinfachte Berechnung · Ohne Gewähr · Keine Anlageberatung

💰 Monatliche Rate50 €
📅 Laufzeit10 Jahre
📈 Erwartete Gesamtrendite p.a.7 %
🎯
Bei diesen Einstellungen erreichst du 1.000.000 € nach

🎯 Wann wirst du Millionär mit einem ETF-Sparplan?

Kann man mit einem ETF-Sparplan tatsächlich Millionär werden? Ja — die Formel dahinter ist simpel: Sparrate × Zeit × Zinseszins. Je höher die monatliche Rate und je länger die Laufzeit, desto schneller ist die erste Million erreicht. Die folgende Tabelle zeigt, wie lange es bei einer angenommenen Rendite von 7% p.a. (historischer Durchschnitt breit gestreuter Welt-ETFs wie MSCI World) dauert:

Sparrate / MonatJahre bis 1 Million €
100 €~58,5 Jahre
200 €~48,8 Jahre
300 €~43,2 Jahre
500 €~36,3 Jahre
750 €~31,1 Jahre
1.000 €~27,5 Jahre
1.500 €~22,8 Jahre
2.000 €~19,5 Jahre

* Angenommen: 7% Rendite p.a., thesaurierend (alles reinvestiert), monatliche Einzahlung, keine Startkapital-Basis. Reale Märkte schwanken — dies ist eine mathematische Hochrechnung, keine Prognose. Trag deine eigene Sparrate oben im Rechner ein für dein persönliches Ergebnis.

Der wichtigste Hebel ist Zeit, nicht die Sparrate. Zwischen 100€ und 300€ monatlich liegen nur 15 Jahre Unterschied bis zur Million — obwohl die Rate dreimal so hoch ist. Das liegt am Zinseszinseffekt: Ein Depot, das schon groß ist, wächst absolut gesehen viel schneller als ein kleines. Deshalb lohnt sich früh anfangen mehr als lange warten und dafür mehr einzahlen.

📉 Woher kommen die 7 %?

Der Renditeregler steht in der Ausgangsstellung auf 7 % pro Jahr. Diese Zahl ist keine Erfindung und keine Zusage, sondern eine gebräuchliche Faustregel, die sich an der langfristigen Entwicklung breit gestreuter Aktienindizes orientiert. Der MSCI World, in dem rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern stecken, kam seit Ende 1986 auf etwa 8,9 % pro Jahr — gerechnet in US-Dollar und einschließlich wiederangelegter Dividenden.

Von dieser Zahl gehen im Alltag mehrere Dinge ab, und deshalb ist 7 % die ehrlichere Annahme als 9 %:

Was dazwischen liegtWirkung
WährungDer Index wird in US-Dollar gerechnet. Wer in Euro anlegt, trägt zusätzlich das Wechselkursrisiko — mal zum Vorteil, mal zum Nachteil.
Inflation8,9 % sind ein nominaler Wert. Nach Abzug der Teuerung bleibt real deutlich weniger Kaufkraft übrig.
FondskostenDie laufenden Kosten des ETF (TER) gehen direkt von der Rendite ab.
ZeitraumJe nach Start- und Endjahr fällt der Durchschnitt deutlich anders aus. Wer 1999 einstieg, wartete lange auf Erholung.

Indexdaten: MSCI World Index (USD), Gross Total Return, Zeitraum Ende 1986 bis Ende 2025. Vergangene Wertentwicklung ist kein Hinweis auf künftige Ergebnisse.

⚠️

Der Rechner rechnet mit einer gleichbleibenden Rendite. Die Realität tut das nie. Echte Märkte liefern in einem Jahr plus 25 % und im nächsten minus 18 %. Über lange Zeiträume nähert sich das Ergebnis dem Durchschnitt an, aber der Weg dorthin verläuft nicht wie die glatte Kurve in dieser Hochrechnung. Besonders wichtig ist das gegen Ende der Laufzeit: Ein Kurseinbruch fünf Jahre vor dem geplanten Ausstieg trifft ein großes Depot härter als derselbe Einbruch im ersten Jahr.

🧾 Was der Rechner noch nicht abzieht: Kosten und Steuern

Die Zahlen oben sind Bruttowerte. Zwischen dem angezeigten Endwert und dem, was tatsächlich bei dir ankommt, liegen zwei Abzüge — und beide sind groß genug, dass man sie kennen sollte.

1. Die laufenden Fondskosten (TER)

Jeder ETF behält einen Prozentsatz des Fondsvermögens pro Jahr ein. Bei breiten Welt-ETFs liegt diese Gesamtkostenquote meist zwischen 0,10 % und 0,25 %. Das klingt nach nichts und ist über Jahrzehnte trotzdem viel Geld, weil der abgezogene Betrag jedes Jahr aufs Neue nicht mitwachsen kann:

💸

500 € im Monat, 30 Jahre, 7 % Rendite: Ohne Kosten stünden am Ende rund 613.500 € im Depot. Mit einer TER von 0,20 % (also 6,8 % Nettorendite) sind es rund 589.800 €. Der Unterschied beträgt knapp 23.800 € — bei 180.000 € eingezahlten Beiträgen. Dazu können Ordergebühren des Brokers kommen; viele Anbieter führen Sparpläne inzwischen kostenlos aus.

2. Die Steuer auf die Gewinne

Kursgewinne und Dividenden sind in beiden Ländern steuerpflichtig, allerdings nach unterschiedlichen Regeln. Fortgesetzt mit demselben Beispiel — 589.800 € Endwert bei 180.000 € Einzahlungen, also rund 409.800 € Gewinn beim Verkauf:

LandRegelBleibt nach Steuer
🇦🇹 Österreich27,5 % Kapitalertragsteuer auf den vollen Gewinn, kein Freibetragrund 477.000 €
🇩🇪 Deutschland26,375 % (Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag), aber 30 % des Gewinns bleiben bei Aktienfonds steuerfrei (Teilfreistellung)rund 514.000 €

Stand: 2026. Ohne Kirchensteuer, ohne den deutschen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr, ohne bereits gezahlte Vorabpauschalen (die beim Verkauf gegengerechnet werden). Vereinfachte Beispielrechnung.

🇩🇪

Die deutsche Vorabpauschale trifft dich schon vor dem Verkauf. Sie besteuert jährlich einen fiktiven Mindestertrag. Der Basiszins dafür liegt 2026 bei 3,20 % — dem höchsten Stand seit Einführung der Regel. Rechenbeispiel: Bei 50.000 € Depotwert zu Jahresbeginn beträgt der Basisertrag 1.120 €, nach Teilfreistellung sind 784 € steuerpflichtig, die Steuer darauf rund 207 €. Solange der jährliche Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € nicht ausgeschöpft ist, fällt davon nichts an. In Österreich gibt es keine Vorabpauschale; dort wirken bei ausländischen thesaurierenden Fonds stattdessen die ausschüttungsgleichen Erträge.

Wie sich diese beiden Punkte im Detail auswirken, steht in den vertiefenden Artikeln: ETFs vergleichen — TER, Replikation und Fondsgröße zu den Kosten, ETF-Besteuerung im Detail zu den Steuern, und Aktienverluste mit der Steuer verrechnen, falls es einmal in die andere Richtung geht.

❓ Häufige Fragen zum ETF-Sparplan

Wie viel sollte ich monatlich in einen ETF-Sparplan einzahlen?

So viel, wie du über Jahre hinweg auch in einem schlechten Monat entbehren kannst — ein Sparplan, den du nach einem Jahr wieder aussetzen musst, bringt weniger als ein kleinerer, der durchläuft. Sinnvoll ist erst ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto, danach der Sparplan. Was rechnerisch aus welcher Rate wird, zeigt der Regler oben.

Ab welchem Betrag lohnt sich ein ETF-Sparplan?

Viele Broker führen Sparpläne ab 1 € oder 25 € aus, häufig ohne Ordergebühr. Eine Untergrenze, ab der es sich „rechnet“, gibt es damit praktisch nicht mehr — früher war das anders, als feste Gebühren pro Ausführung kleine Raten aufgefressen haben.

Thesaurierend oder ausschüttend — was ist besser?

Während der Ansparphase wächst ein thesaurierender ETF schneller, weil die Dividenden sofort wieder mitarbeiten. Der Umschalter im Rechner zeigt dir den Unterschied für deine Werte. Ausschüttende ETFs sind interessant, wenn du laufende Auszahlungen willst — oder in Deutschland, um den Sparer-Pauschbetrag gezielt auszunutzen.

Was passiert bei einem Crash?

Der Depotwert fällt, die Sparrate kauft aber ab sofort mehr Anteile für dasselbe Geld. Wer den Sparplan durchhält, kauft die günstigen Kurse automatisch mit. Problematisch wird ein Crash vor allem dann, wenn du kurz danach an das Geld musst — deshalb gehört Geld, das in den nächsten fünf Jahren gebraucht wird, nicht in einen Aktien-ETF.

Kann ich den Sparplan jederzeit ändern oder pausieren?

Ja. Rate ändern, aussetzen oder beenden ist bei allen gängigen Brokern jederzeit und kostenlos möglich, ohne Kündigungsfrist. Das bereits investierte Geld bleibt dabei im Depot und arbeitet weiter.

Werde ich mit einem ETF-Sparplan wirklich Millionär?

Rechnerisch ja, wenn Rate und Laufzeit zusammenpassen — die Tabelle oben zeigt die Kombinationen. Praktisch stehen dem drei Dinge entgegen: Die Rendite ist nicht garantiert, Kosten und Steuern gehen ab, und die Million in 30 Jahren hat wegen der Inflation weniger Kaufkraft als heute. Als Zielgröße taugt die Zahl deshalb wenig; als Beleg dafür, was regelmäßiges Anlegen über lange Zeit bewirkt, sehr wohl.

Muss ich mich zwischen mehreren ETFs entscheiden?

Für den Anfang reicht ein einzelner breit gestreuter Welt-ETF vollkommen aus. Er enthält bereits hunderte bis tausende Unternehmen aus vielen Ländern und Branchen. Mehrere ETFs nebeneinander erhöhen den Aufwand, ohne die Streuung zwangsläufig zu verbessern — oft überschneiden sie sich stark.

✅ Das Wichtigste zusammengefasst

ETF-Sparplan auf einen Blick

1
Ein Sparplan investiert automatisch einen fixen Betrag in regelmäßigen Abständen — meist monatlich
2
Der Cost-Average-Effekt sorgt dafür, dass du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile bekommst
3
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden automatisch — das lässt dein Depot schneller wachsen als bei Ausschüttern
4
Ausschüttende ETFs zahlen dir die Dividende aus — gut für laufendes Einkommen, aber langsameres Depotwachstum
5
Sparpläne sind bei vielen Brokern ab 1€ möglich — wichtig ist anzufangen, nicht die Höhe
6
Der Rechner zeigt Bruttowerte: Fondskosten (TER) und Steuern gehen davon noch ab — bei 30 Jahren Laufzeit sind das zusammen leicht ein Sechstel des Endwerts
7
Eine konstante Rendite gibt es nur in der Hochrechnung — echte Märkte schwanken, und ein Einbruch kurz vor dem Ausstieg wiegt am schwersten
ℹ️

Nochmal wichtig: Dieses Tool ist keine Finanz- oder Anlageberatung. Investiere nie Geld, das du kurzfristig brauchst, und informiere dich vor jeder Entscheidung selbst gründlich. Die „Millionärs-Check“-Zahl ist eine mathematische Hochrechnung bei konstanter Rendite — reale Märkte schwanken.

Alle Inhalte und Zahlen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information, wurden sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität zusammengestellt — Steuersätze und der Basiszins zur Vorabpauschale ändern sich, die Renditeannahme ist eine Modellgröße und keine Prognose. Keine Anlageberatung, siehe auch unsere finanziellen Hinweise.

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