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Was ändert sich 2027?

Die wichtigsten Neuerungen bei Job, Geld und Steuern für Österreich und Deutschland, sortiert nach dem, was schon beschlossen ist und was bisher nur geplant. Diese Seite wächst bis zum Jahreswechsel weiter.

9Änderungen im Blick
AT + DEumschaltbar
Sept. 2026letzter Stand

Zum Jahreswechsel ändern sich in Österreich und Deutschland wieder Grenzwerte, Steuersätze und Regeln. Vieles davon steht im September 2026 noch nicht endgültig fest. Deshalb ist hier bei jedem Punkt markiert, wie sicher er ist.

Beschlossen — Gesetz oder Verordnung ist durch, das Datum steht Geplant — Entwurf oder Regierungsvorlage, kann sich im Parlament noch ändern
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Sobald aus einem „geplant“ ein „beschlossen“ wird oder eine Zahl feststeht, wird diese Seite aktualisiert. Der letzte Stand steht oben im Hero und bei jedem Punkt.

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Was ändert sich 2027 in Österreich

Stand: September 2026. Kern ist das Budgetbegleitgesetz 2027–2028, das der Nationalrat am 8. Juli 2026 beschlossen hat.

1. Jänner 2027 · 4 Änderungen
Beschlossen

Homeoffice-Pauschale wird steuer- und abgabenpflichtig

Bis 2026 konnte der Arbeitgeber ein Homeoffice-Pauschale von bis zu 3 Euro pro Tag (maximal 300 Euro im Jahr) steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen (seit 2025 heißt das Telearbeitspauschale), und Selbständige konnten die Arbeitsplatzpauschale als Betriebsausgabe absetzen. Beide Begünstigungen fallen mit dem Budgetbegleitgesetz weg, ergonomische Büromöbel bleiben bis 300 Euro im Jahr absetzbar. Wer regelmäßig von zu Hause arbeitet, hat dadurch etwas weniger netto. Nachzulesen bei der Wirtschaftsservice-Plattform des Bundes.

Stand: September 2026

Beschlossen

Reduzierter Arbeitslosenversicherungs-Beitrag für Geringverdiener läuft aus

Seit Juli 2008 zahlen Beschäftigte mit niedrigem Einkommen einen gestaffelt verringerten oder gar keinen Arbeitslosenversicherungs-Beitrag (2026: 0 Prozent bis 2.225 Euro brutto im Monat). Diese Entlastung läuft mit Ende 2026 aus, für bestehende und neue Dienstverhältnisse gibt es Übergangsstufen bis zum vollen Satz von 2,95 Prozent. Für Neben- und Ferialjobs mit etwas höherem Verdienst bedeutet das: Der Beitrag, der bisher oft bei null lag, kommt wieder dazu, das Netto sinkt entsprechend. Die genaue neue Staffelung steht im Gesetzestext. Wie sich das auf einen konkreten Verdienst auswirkt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner und der Ferienjob-Rechner nach der Aktualisierung.

Stand: September 2026

Beschlossen

Familienbonus Plus: Aufteilung zwischen den Eltern wird eingeschränkt

Ab dem vierten Geburtstag des Kindes können sich zwei berechtigte Personen den Familienbonus Plus nur noch im Verhältnis 50 zu 50 oder 75 zu 25 teilen. Die bisher freie Aufteilung, bei der eine Person den vollen Betrag geltend machen konnte, entfällt für diese Altersgruppe. Betrifft Eltern, die den Familienbonus bisher komplett auf einen Elternteil gelegt haben. Details im oesterreich.gv.at-Überblick.

Stand: September 2026

Beschlossen

Höchstbeitragsgrundlage steigt außerordentlich

Die monatliche ASVG-Höchstbeitragsgrundlage, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge anfallen, wird 2027 um zusätzlich 150 Euro über die übliche jährliche Anpassung hinaus angehoben, 2028 nochmals um rund 50 Euro. Das betrifft Einkommen oberhalb von etwa 7.000 Euro brutto im Monat, dort steigen die Beiträge. Für die meisten Berufseinsteiger noch nicht relevant, aber gut zu wissen. Quelle: Budgetbegleitgesetz 2027–2028.

Stand: September 2026

Februar bis Herbst 2027

Keine weiteren fixen Stichtage bekannt.

Im Jahresverlauf 2027
Zahlen folgen

Steuerstufen, Absetzbeträge und ORF-Beitrag

Die jährliche Anpassung der Einkommensteuerstufen und Absetzbeträge (kalte Progression) für 2027 wird erst im Herbst 2026 festgelegt. Sobald die Zahlen da sind, stehen sie hier. Der ORF-Beitrag selbst bleibt gesetzlich bis 2029 bei 15,30 Euro im Monat. Die Steiermark hat angekündigt, ihre Landesabgabe von 4,70 Euro ab 1. Jänner 2027 zu streichen. Was das pro Haushalt heißt, rechnet Rundfunkbeitrag & ORF-Beitrag vor. Die Systematik der Steuerstufen erklärt Einkommensteuer (AT + DE).

Stand: September 2026, Zahlen folgen

🎯 Österreich in Kürze

1
Das Budgetbegleitgesetz 2027–2028 ist bereits beschlossen: Homeoffice-Pauschale wird steuerpflichtig, der reduzierte Arbeitslosenversicherungs-Beitrag für Geringverdiener läuft aus, die Familienbonus-Aufteilung wird eingeschränkt.
2
Die Anpassung der Steuerstufen und Absetzbeträge für 2027 steht noch aus und kommt im Herbst 2026. Der ORF-Beitrag bleibt bis 2029 bei 15,30 Euro.
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Was ändert sich 2027 in Deutschland

Stand: September 2026. Mindestlohn und Minijob-Grenze stehen fest, die große Einkommensteuerreform ist noch im Gesetzgebungsverfahren.

1. Januar 2027 · 4 Änderungen (2 beschlossen, 2 geplant)
Beschlossen

Mindestlohn steigt auf 14,60 Euro pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 13,90 Euro (2026) auf 14,60 Euro. Die Bundesregierung hat die Erhöhung bereits im Oktober 2025 per Verordnung auf Empfehlung der Mindestlohnkommission festgelegt. Mehr dazu bei der Bundesregierung.

Stand: September 2026

Beschlossen

Minijob-Grenze steigt auf 633 Euro im Monat

Wer einen Minijob hat, darf 2027 bis zu 633 Euro im Monat verdienen (7.596 Euro im Jahr), 30 Euro mehr als 2026. Die Grenze ist seit Oktober 2022 fest an den Mindestlohn gekoppelt: Sie ergibt sich aus Mindestlohn mal 130 geteilt durch 3. Steigt der Mindestlohn, steigt die Minijob-Grenze automatisch mit. Details bei der Minijob-Zentrale. Was ein Minijob bzw. eine geringfügige Beschäftigung genau ist, steht in der FAQ.

Stand: September 2026

Geplant

Einkommensteuerreform 2027: höherer Grundfreibetrag, mehr Kindergeld

Das Bundeskabinett hat am 2. September 2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 gebilligt. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, einzelne Werte können sich also noch ändern. Vorgesehen ist:

  • Der Grundfreibetrag, bis zu dem das Einkommen steuerfrei bleibt, steigt auf 12.564 Euro (2027) und 12.900 Euro (2028).
  • Das Kindergeld steigt auf 267 Euro pro Kind und Monat (2027), 272 Euro (2028).
  • Der Steuertarif wird im mittleren Einkommensbereich leicht abgeflacht, die Entlastung kommt in zwei Stufen (2027 und voll ab 2028).

Überblick bei der Bundesregierung. Wie die Steuerstufen funktionieren: Einkommensteuer (AT + DE).

Stand: September 2026, Kabinettsentwurf

Geplant

Höhere Pauschsteuer auf Minijobs

Teil derselben Reform: Die pauschale Lohnsteuer auf Minijobs soll von 2 auf 5 Prozent steigen. Die zahlt der Arbeitgeber, nicht der Minijobber selbst. Sie kann sich aber darauf auswirken, was Arbeitgeber netto anbieten oder ob sie die Steuer auf den Verdienst umlegen. Auch das steht im Kabinettsentwurf und ist noch nicht beschlossen.

Stand: September 2026, Kabinettsentwurf

🎯 Deutschland in Kürze

1
Mindestlohn (14,60 Euro) und Minijob-Grenze (633 Euro) für 2027 stehen fest.
2
Die Einkommensteuerreform 2027 (höherer Grundfreibetrag, mehr Kindergeld, höhere Minijob-Pauschsteuer) ist erst ein Kabinettsentwurf, noch nicht durch Bundestag und Bundesrat.

Quellen & Hinweise

Quellen

Diese Übersicht wird laufend aktualisiert und dient der allgemeinen Information, sorgfältig aus offiziellen Quellen zusammengetragen, aber ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Gerade die als „geplant“ markierten Punkte können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern. Keine Rechts- oder Steuerberatung, siehe auch unsere finanziellen Hinweise.

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