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Was ändert sich 2027?

Die wichtigsten Neuerungen bei Job, Geld und Steuern für Österreich und Deutschland, sortiert nach dem, was schon beschlossen ist und was bisher nur geplant. Diese Seite wächst bis zum Jahreswechsel weiter.

13Änderungen im Blick
AT + DEumschaltbar
Okt. 2026letzter Stand

Zum Jahreswechsel ändern sich in Österreich und Deutschland wieder Grenzwerte, Steuersätze und Regeln. Vieles davon steht im Oktober 2026 noch nicht endgültig fest. Deshalb ist hier bei jedem Punkt markiert, wie sicher er ist.

Beschlossen — Gesetz oder Verordnung ist durch, das Datum steht Geplant — Entwurf oder Regierungsvorlage, kann sich im Parlament noch ändern
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Sobald aus einem „geplant“ ein „beschlossen“ wird oder eine Zahl feststeht, wird diese Seite aktualisiert. Der letzte Stand steht oben im Hero und bei jedem Punkt.

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Was ändert sich 2027 in Österreich

Stand: Oktober 2026. Kern ist das Budgetbegleitgesetz 2027–2028 (BGBl. I Nr. 62/2026), das der Nationalrat am 8. Juli 2026 beschlossen hat.

1. Jänner 2027 · 6 Änderungen
Beschlossen

Homeoffice-Pauschale wird steuer- und abgabenpflichtig

Bis 2026 konnte der Arbeitgeber ein Homeoffice-Pauschale von bis zu 3 Euro pro Tag (maximal 300 Euro im Jahr) steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen (seit 2025 heißt das Telearbeitspauschale), und Selbständige konnten die Arbeitsplatzpauschale als Betriebsausgabe absetzen. Beide Begünstigungen fallen mit dem Budgetbegleitgesetz weg, ergonomische Büromöbel bleiben bis 300 Euro im Jahr absetzbar. Wer regelmäßig von zu Hause arbeitet, hat dadurch etwas weniger netto. Nachzulesen bei der Wirtschaftsservice-Plattform des Bundes.

Stand: September 2026

Beschlossen

Reduzierter Arbeitslosenversicherungs-Beitrag für Geringverdiener läuft aus

Seit Juli 2008 zahlen Beschäftigte mit niedrigem Einkommen einen gestaffelt verringerten oder gar keinen Arbeitslosenversicherungs-Beitrag (2026: 0 Prozent bis 2.225 Euro brutto im Monat). Diese Entlastung läuft mit Ende 2026 aus, der volle Satz beträgt 2,95 Prozent. Wie schnell du dort ankommst, hängt davon ab, wann dein Dienstverhältnis beginnt. Bei Jobs, die nach dem 31. Dezember 2026 anfangen, liegt der Beitrag 2027 bei 1 Prozent (bis etwa 2.327 Euro brutto im Monat) beziehungsweise 2 Prozent (bis etwa 2.539 Euro), in der niedrigsten Stufe 2028 bei 2 Prozent. Bei Dienstverhältnissen, die Ende 2026 schon laufen, steigt der Beitrag langsamer: 2027 sind es 0,5, 1,5 und 2,5 Prozent, danach geht es Jahr für Jahr weiter nach oben, bis 2031. Für einen Ferialjob, der 2027 neu beginnt, heißt das: Statt 0 Prozent fällt bei kleinem Verdienst 1 Prozent an, das Netto sinkt entsprechend. Die Staffelung steht im Bundesgesetzblatt (Artikel 66, AMPFG). Die Euro-Grenzen für 2027 nennt die ÖGK noch als vorläufig, die offizielle Kundmachung steht aus. Wie sich das auf einen konkreten Verdienst auswirkt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner und der Ferienjob-Rechner nach der Aktualisierung.

Stand: Oktober 2026, Grenzen vorläufig

Beschlossen

Familienbonus Plus: Aufteilung zwischen den Eltern wird eingeschränkt

Ab dem vierten Geburtstag des Kindes können sich zwei berechtigte Personen den Familienbonus Plus nur noch im Verhältnis 50 zu 50 oder 75 zu 25 teilen. Die bisher freie Aufteilung, bei der eine Person den vollen Betrag geltend machen konnte, entfällt für diese Altersgruppe. Betrifft Eltern, die den Familienbonus bisher komplett auf einen Elternteil gelegt haben. Details im oesterreich.gv.at-Überblick.

Stand: September 2026

Beschlossen

Höchstbeitragsgrundlage steigt außerordentlich

Die monatliche ASVG-Höchstbeitragsgrundlage, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge anfallen, wird 2027 um zusätzlich 150 Euro über die übliche jährliche Anpassung hinaus angehoben, 2028 nochmals um rund 50 Euro. Das betrifft Einkommen oberhalb von etwa 7.000 Euro brutto im Monat, dort steigen die Beiträge. Für die meisten Berufseinsteiger noch nicht relevant, aber gut zu wissen. Quelle: Budgetbegleitgesetz 2027–2028.

Stand: September 2026

Beschlossen

Pensionen steigen 2027 um 2,95 Prozent

Die Pensionsanpassung 2027 fällt gestaffelt aus: Pensionen bis 6.930 Euro brutto im Monat steigen um 2,95 Prozent, darüber gibt es einen Fixbetrag von 204,44 Euro im Monat. Das steht als § 823 ASVG im Budgetbegleitgesetz. Der Ausgleichszulagenrichtsatz — die Mindestpension — steigt laut Sozialministerium stärker, um 3,3 Prozent. Offen ist nur eine Verfassungsbestimmung: Damit der Deckel auch für Sonderpensionen im Landesbereich gilt, braucht es eine Zweidrittelmehrheit. Der Nationalrat hat sie im Juli abgelehnt und die Regelung an den Sozialausschuss zurückverwiesen, eine Einigung wird im Herbst erhofft. Wie die Pension in Österreich grundsätzlich funktioniert: Pension & Rente.

Stand: Oktober 2026, BGBl. I Nr. 62/2026

Beschlossen

Aktivpension: bis zu 1.250 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen

Wer das gesetzliche Pensionsalter erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt ab 2027 keine Pensionsversicherungsbeiträge mehr und bekommt einen Steuerfreibetrag von bis zu 1.250 Euro im Monat auf das Erwerbseinkommen — egal ob die Pension aufgeschoben oder parallel zum Bezug weitergearbeitet wird. Bei laufendem Pensionsbezug zusätzlich nötig: mindestens 40 Versicherungsjahre (Männer) bzw. 34 Jahre (Frauen, steigt bis 2033 auf 40). Beschlossen als § 105a EStG mit den Stimmen der Koalitionsparteien, nachzulesen beim Parlament Österreich. Wie die Pension in Österreich grundsätzlich funktioniert: Pension & Rente.

Stand: September 2026, Nationalratsbeschluss 23.9.2026

Februar bis Herbst 2027

Keine weiteren fixen Stichtage bekannt.

Im Jahresverlauf 2027
Zahlen folgen

Steuerstufen, Absetzbeträge und ORF-Beitrag

Die jährliche Anpassung der Einkommensteuerstufen und Absetzbeträge (kalte Progression) für 2027 wird erst im Herbst 2026 festgelegt. Sobald die Zahlen da sind, stehen sie hier. Der ORF-Beitrag selbst bleibt gesetzlich bis 2029 bei 15,30 Euro im Monat. Die Steiermark hatte angekündigt, ihre Landesabgabe von 4,70 Euro ab 1. Jänner 2027 zu streichen, hat das im September 2026 aber wieder verschoben: 2027 wird sie weiter eingehoben, neues Ziel ist das Ende der Legislaturperiode 2029. Was das pro Haushalt heißt, rechnet Rundfunkbeitrag & ORF-Beitrag vor. Die Systematik der Steuerstufen erklärt Einkommensteuer (AT + DE).

Stand: Oktober 2026, Zahlen folgen

🎯 Österreich in Kürze

1
Das Budgetbegleitgesetz 2027–2028 ist bereits beschlossen: Homeoffice-Pauschale wird steuerpflichtig, der reduzierte Arbeitslosenversicherungs-Beitrag für Geringverdiener läuft aus, die Familienbonus-Aufteilung wird eingeschränkt. Die Pensionen steigen laut Gesetz um 2,95 Prozent.
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Die Anpassung der Steuerstufen und Absetzbeträge für 2027 steht noch aus und kommt im Herbst 2026. Der ORF-Beitrag bleibt bis 2029 bei 15,30 Euro.
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Was ändert sich 2027 in Deutschland

Stand: Oktober 2026. Mindestlohn, Minijob-Grenze und Altersvorsorgedepot stehen fest, die große Einkommensteuerreform und die Frühstart-Rente sind noch im Gesetzgebungsverfahren.

1. Januar 2027 · 6 Änderungen (3 beschlossen, 3 geplant)
Beschlossen

Mindestlohn steigt auf 14,60 Euro pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 13,90 Euro (2026) auf 14,60 Euro. Die Bundesregierung hat die Erhöhung bereits im Oktober 2025 per Verordnung auf Empfehlung der Mindestlohnkommission festgelegt. Mehr dazu bei der Bundesregierung.

Stand: September 2026

Beschlossen

Minijob-Grenze steigt auf 633 Euro im Monat

Wer einen Minijob hat, darf 2027 bis zu 633 Euro im Monat verdienen (7.596 Euro im Jahr), 30 Euro mehr als 2026. Die Grenze ist seit Oktober 2022 fest an den Mindestlohn gekoppelt: Sie ergibt sich aus Mindestlohn mal 130 geteilt durch 3. Steigt der Mindestlohn, steigt die Minijob-Grenze automatisch mit. Details bei der Minijob-Zentrale. Was ein Minijob bzw. eine geringfügige Beschäftigung genau ist, steht in der FAQ.

Stand: September 2026

Geplant

Einkommensteuerreform 2027: höherer Grundfreibetrag, mehr Kindergeld

Das Bundeskabinett hat am 2. September 2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 gebilligt. Am 8. Oktober 2026 steht die erste Lesung im Bundestag an, danach berät der Finanzausschuss. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, einzelne Werte können sich also noch ändern. Vorgesehen ist:

  • Der Grundfreibetrag, bis zu dem das Einkommen steuerfrei bleibt, steigt auf 12.564 Euro (2027) und 12.900 Euro (2028).
  • Das Kindergeld steigt auf 267 Euro pro Kind und Monat (2027), 272 Euro (2028).
  • Der Steuertarif wird im mittleren Einkommensbereich leicht abgeflacht, die Entlastung kommt in zwei Stufen (2027 und voll ab 2028).
  • Der Kinderfreibetrag steigt auf 10.056 Euro (2027) und 10.236 Euro (2028).
  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag steigt auf 1.430 Euro.

Der Entwurf liegt als Gesetzentwurf im Bundestag, einen Überblick gibt die Bundesregierung. Wie die Steuerstufen funktionieren: Einkommensteuer (AT + DE).

Stand: Oktober 2026, Gesetzentwurf vor der ersten Lesung im Bundestag

Geplant

Höhere Pauschsteuer auf Minijobs

Teil derselben Reform: Die pauschale Lohnsteuer auf Minijobs soll von 2 auf 5 Prozent steigen. Die zahlt der Arbeitgeber, nicht der Minijobber selbst. Sie kann sich aber darauf auswirken, was Arbeitgeber netto anbieten oder ob sie die Steuer auf den Verdienst umlegen. Auch das steht im Kabinettsentwurf und ist noch nicht beschlossen.

Stand: Oktober 2026, Kabinettsentwurf

Beschlossen

Altersvorsorgedepot löst die Riester-Rente ab

Ab 1. Januar 2027 können neue geförderte Altersvorsorgeprodukte abgeschlossen werden. Das Altersvorsorgedepot erlaubt es, mit staatlicher Förderung in Fonds und ETFs anzulegen, statt nur in Garantieprodukte. Der Bundesrat hat dem Gesetz am 8. Mai 2026 zugestimmt, nachzulesen bei der Deutschen Rentenversicherung. Die maximale Grundzulage liegt bei 540 Euro im Jahr, beim Standarddepot ist die Kostenobergrenze 1 Prozent. Bestehende Riester-Verträge laufen weiter, neue gibt es ab 2027 nicht mehr. Mehr dazu: Pension & Rente.

Stand: Oktober 2026

Geplant

Frühstart-Rente: 10 Euro im Monat vom Staat für Kinder

Für Kinder vom 6. bis zum 18. Lebensjahr soll der Staat 10 Euro im Monat in ein Altersvorsorgedepot einzahlen. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf am 12. August 2026 beschlossen, laut Bundesfinanzministerium soll das Gesetz zum 1. Januar 2027 in Kraft treten, der Start gilt rückwirkend ab 1. Januar 2026 für den Jahrgang 2020. Der Bundestag hat den Entwurf am 25. September in erster Lesung beraten, jetzt arbeitet der Finanzausschuss daran. Bis zum Beschluss kann sich noch etwas ändern. Mehr dazu: Pension & Rente.

Stand: Oktober 2026, Gesetzentwurf im Bundestag

🎯 Deutschland in Kürze

1
Mindestlohn (14,60 Euro) und Minijob-Grenze (633 Euro) für 2027 stehen fest.
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Die Einkommensteuerreform 2027 (höherer Grundfreibetrag, mehr Kindergeld, höhere Minijob-Pauschsteuer) und die Frühstart-Rente sind noch im Gesetzgebungsverfahren, Bundestag und Bundesrat haben noch nicht zugestimmt. Das Altersvorsorgedepot ist dagegen beschlossen.

Quellen & Hinweise

Quellen

Diese Übersicht wird laufend aktualisiert und dient der allgemeinen Information, sorgfältig aus offiziellen Quellen zusammengetragen, aber ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Gerade die als „geplant“ markierten Punkte können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern. Keine Rechts- oder Steuerberatung, siehe auch unsere finanziellen Hinweise.

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