Knock-out-Zertifikate: Stop-Loss vom Chart in Euro umrechnen
Im Chart siehst du Indexpunkte, in der Order brauchst du einen Euro-Preis. Wie das Bezugsverhältnis dazwischen vermittelt, an einem echten 15-Minuten-Chart des S&P 500, mit Rechenbeispiel und Rechner.
Du planst einen Trade auf dem Chart: Einstieg, Stop, Ziel, alles in Indexpunkten. Gekauft wird aber ein Knock-out-Zertifikat, und das notiert in Euro. Die Stop-Order im Broker will einen Euro-Kurs, nicht „7.772“. Dazwischen liegt eine kleine Rechnung, an der viele scheitern, weil ein Faktor fehlt: das Bezugsverhältnis. Wer Indexpunkte in Euro umrechnen will, braucht genau diese Rechnung.
Dieser Artikel zeigt die Rechnung an einem echten 15-Minuten-Chart des S&P 500: ein Anstieg, eine Range, ein Schluss unter der Range und ein Short mit zwei Teilverkäufen. Am Ende kannst du den Rechner mit deinen eigenen Werten füttern. Er ist ein Rechenwerkzeug und zeigt weder Kaufsignale noch Prognosen.
Hochrisiko-Produkt. Nach einer Studie der BaFin erlitten 74,2 % der deutschen Kleinanleger mit Turbo-Zertifikaten zwischen 2019 und 2023 Verluste, im Schnitt 6.358 Euro pro Person. Knock-out-Zertifikate können durch einen Kurssprung in Sekunden wertlos werden. Der Artikel ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel.
So funktioniert ein Knock-out-Zertifikat
Ein Knock-out-Zertifikat ist ein Hebelprodukt auf einen Basiswert wie den S&P 500 oder den DAX. Der Emittent (eine Bank) finanziert den größten Teil des Kaufpreises, du zahlst nur die Differenz zwischen Indexstand und Basispreis. Daraus entsteht der Hebel. Ein Long profitiert von steigenden Kursen, ein Short von fallenden. Erreicht der Index die Knock-out-Barriere, verfällt das Produkt sofort wertlos (BaFin).
Die Preisformel
Short: Preis = (Basispreis − Indexstand) × Bezugsverhältnis ÷ Wechselkurs
Der Wechselkurs entfällt bei Indizes in Euro wie dem DAX. Beim S&P 500 (in US-Dollar) rechnest du mit EUR/USD, also mit dem Kurs, wie viele Dollar ein Euro kostet. In der Praxis kommen Aufgeld, Spread und Finanzierungskosten dazu, die der Emittent in den Kurs einpreist (Onvista).
Der Hebel ist nicht fix
Steht der S&P 500 bei 7.762 und der Basispreis eines Shorts bei 8.540, beträgt der Abstand 778 Punkte, der Hebel also 10. Bewegt sich der Index, ändert sich der Abstand und damit der Hebel: Ein Long verliert Hebel, wenn der Kurs steigt, und gewinnt ihn, wenn der Kurs Richtung Basispreis fällt.
Das Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis legt fest, wie viel Basiswert ein Produkt abbildet. Bei Indexprodukten ist es häufig 0,01: Ein Punkt Indexbewegung verändert den Preis um 0,01 Einheiten der Basiswährung. Es kann aber abweichen, etwa 0,1 oder 1. Ohne den richtigen Wert stimmt keine Umrechnung.
Prüfe das Bezugsverhältnis jedes Produkts einzeln in den Produktdaten oder im Basisinformationsblatt, zusammen mit Basispreis, Knock-out-Barriere und Währung. Ein Blick auf „meistens 0,01“ reicht nicht.
Mit oder ohne Stop-Loss-Barriere
Manche Produkte haben eine Knock-out-Barriere, die genau dem Basispreis entspricht. Bei anderen liegt die Barriere davon abweichend, sie werden oft als Mini Futures oder „mit Stop-Loss“ geführt. Der Preis wird immer aus dem Basispreis berechnet, der Knock-out passiert an der Barriere. Der Rechner unten hat deshalb zwei Felder. Wird eine solche Barriere erreicht, kann der Emittent einen Restwert auszahlen, der vorher nicht feststeht. Die Rechnung setzt vorsichtig 0 € an.
Der Chart: Ausbruch nach unten aus einer Range
Das Beispiel stammt aus dem 15-Minuten-Chart des S&P 500 vom 21. bis 24. September 2026. Das Muster ist an einen eigenen Trade von mir angelehnt. Die Trade-Zahlen im Text sind bewusst konstruiert und zeigen kein tatsächliches Ergebnis.
Das Muster in fünf Schritten:
- Starker Anstieg bis zum Hoch (im Chart links).
- Range am Hoch: Der Kurs pendelt über mehrere Handelstage zwischen etwa 7.766 und 7.789, also 23 Punkte breit.
- Schluss unter der Range: Eine 15-Minuten-Kerze schließt unter der Unterkante bei etwa 7.766. Das gilt hier als Signal, dass die Käufer nachlassen.
- Short-Einstieg direkt darunter, der Stop knapp über der Range-Unterkante bei 7.772. Fällt der Kurs zurück in die Range, war die Idee widerlegt.
- Zwei Ziele im Vielfachen der Range-Höhe, gemessen ab der Unterkante: Ziel 1 bei etwa 7.731 (rund das 1,5-Fache), Ziel 2 bei etwa 7.714 (rund das 2,3-Fache). An jedem Ziel wird die Hälfte der Position verkauft.
Der Kurs fiel danach noch bis rund 7.644 und erholte sich dann wieder. Das ist im Nachhinein leicht zu sehen. Beim Einstieg wusste niemand, wohin der Kurs läuft, und ein Stop über der Range hätte bei einer Rückkehr in die Range gegriffen. Der Teilverkauf an festen Zielen zeigt genau diesen Zielkonflikt: Du sicherst Gewinn und verzichtest auf den Rest der Bewegung.
Was das Volumen zeigt
Unter dem Chart stehen die Volumenbalken. Sie zeigen, wie viel in jeder Kerze gehandelt wurde. Im Chart bildet sich pro Tag ein Bogen zur US-Handelszeit, in der Range sind diese Bögen an den Tagen vor dem Ausbruch ähnlich hoch. Auch beim Ausbruch nach unten am 23.09. liegt das Volumen kaum über dem der Vortage. Deutlich größere Balken folgen erst am 24.09. beim Tief und bei der Erholung. Ein Ausbruch mit unauffälligem Volumen gilt als weniger überzeugend, das spricht hier für einen engen Stop.
Ein Index wie der S&P 500 wird selbst nicht gehandelt, deshalb hat er kein echtes Volumen. Das Volumen im Chart stammt vom Kursanbieter (hier ein CFD-Anbieter) und ist ein Näherungswert für die Aktivität, kein Börsenumsatz.
Knock-out Stop-Loss berechnen: von Punkten zu Euro
Das Rechenbeispiel nutzt ein erfundenes Short-Knock-out mit diesen Annahmen: Basispreis und Barriere 8.540, Bezugsverhältnis 0,01, EUR/USD 1,15 (Beispielwert, trag den aktuellen Kurs ein), Spread 0,02 € pro Stück, Einsatz 800 €, Gebühr 1 € pro Order. Ergebnis: ein Hebel von etwa 10,0.
- Preis beim Einstieg: (8.540 − 7.762) × 0,01 ÷ 1,15 = 6,77 € pro Stück. Zum Kauf zahlst du wegen des Spreads etwas mehr.
- Stückzahl: 800 € ÷ Kaufpreis ergibt 118 Stück (799,48 € Einsatz).
- Euro pro Indexpunkt: 0,01 ÷ 1,15 = 0,0087 € pro Stück. Zehn Punkte Indexbewegung sind etwa 9 Cent je Stück, bei 118 Stück zusammen rund 10 Euro.
- Stop-Kurs für die Order: (8.540 − 7.772) × 0,01 ÷ 1,15 = 6,6783 €, aufgerundet 6,68 €. Das ist der Preis des Produkts, wenn der Index bei 7.772 steht. Genau diesen Euro-Kurs trägst du in die Stop-Order ein, auf den Cent aufgerundet, damit sie eher früher als später auslöst.
- Ziele in Euro: Bei 7.731 kostet das Produkt 7,03 €, bei 7.714 7,18 €.
- Gebühren: Kauf und jeder Verkauf sind je eine Order. Auf dem Stop-Weg (Kauf plus ein Verkauf) fallen 2,00 € an, auf dem Ziel-Weg (Kauf plus zwei Teilverkäufe) 3,00 €. Auch die Ausführung einer Stop-Order zählt als Order.
- Ergebnis nach Gebühren: Am Stop verlierst du 14,62 €. Hälfte 1 bringt 13,22 €, Hälfte 2 21,95 €, zusammen 35,17 €. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt 2,4 zu 1.
Berechnung mit Spread (Kauf zum Ask, Verkauf zum Bid) und 1 Euro Gebühr pro Order (Beispiel), ohne Finanzierungskosten des Emittenten.
Gebühren und Spread fressen bei kleinen Positionen das Chance-Risiko. Ohne Gebühren wäre das Verhältnis 3,0 zu 1, mit 1 Euro pro Order sind es 2,4 zu 1. Vom Verlust von 14,62 € am Stop stammen 2 Euro aus Gebühren. Ein Teilverkauf kostet eine zusätzliche Order und lohnt sich bei kleinen Beträgen nur, wenn der Gewinn der Hälfte die Gebühr deutlich übersteigt. Die Gebühr hängt vom Broker: Ein Ratgeber nennt bei Trade Republic 1 Euro pro Order, bei anderen Anbietern beginnen die Gebühren bei etwa 5 Euro. Trag im Rechner deinen Wert ein.
Der Rechner
Trage deine Werte ein oder wähle eine Voreinstellung. Zahlen mit Komma oder Punkt, Indexstände ohne Tausenderpunkt. Alles gilt für Standard-Knock-outs auf einen Index, die Ergebnisse sind Näherungswerte (Stand: September 2026).
Knock-out-Rechner: Punkte in Euro
Nur für Rechenbeispiele. Deine Daten bleiben im Browser und werden nirgends gespeichert.
= 6,87 € pro Stück (Euro-Kurs)
= Indexstand 7.740,8
Stop-Kurs für die Order im Broker: 6,68 € pro Stück (auf den Cent aufgerundet, exakt 6,6783 €). Am Stop verlierst du inklusive Gebühren 14,62 €, bei beiden Zielen gewinnst du 35,17 € nach Gebühren (Chance-Risiko 2,4 zu 1).
| Preisleiter | Indexstand | zum Einstieg | Preis / Stück | Ergebnis nach Gebühren |
|---|---|---|---|---|
| Knock-out-Barriere | 8.540 | +778 (+10,02 %) | 0,00 € | −800,48 € |
| Stop-Loss | 7.772 | +10 (+0,13 %) | 6,68 € | −14,62 € |
| Einstieg | 7.762 | 0 | 6,77 € | −4,36 € |
| Ziel 1 | 7.731 | −31 (−0,40 %) | 7,03 € | 27,45 € |
| Ziel 2 | 7.714 | −48 (−0,62 %) | 7,18 € | 44,89 € |
Ergebnis der ganzen Position bei diesem Indexstand, verglichen mit dem Einsatz (Verkauf zum Bid, inklusive Spread und Ordergebühren). Bei der Barriere ist das Produkt wertlos, dann fällt nur die Kaufgebühr an.
| Ergebnis der Position | Betrag |
|---|---|
| Stückzahl bei diesem Einsatz | 118 Stück |
| Tatsächlicher Einsatz | 799,48 € |
| Verlust, wenn der Stop greift (inklusive Gebühren) | −14,62 € |
| Gewinn Hälfte 1 (Ziel 1, nach Gebühren) | 13,22 € |
| Gewinn Hälfte 2 (Ziel 2, nach Gebühren) | 21,95 € |
| Gebühren: Stop-Weg (Kauf + 1 Verkauf) / Ziel-Weg (Kauf + 2 Verkäufe) | 2,00 € / 3,00 € |
| Gewinn bei beiden Zielen (nach Gebühren) | 35,17 € |
| Chance-Risiko-Verhältnis | 2,4 zu 1 |
| Positionsgröße nach Risiko | Wert |
|---|---|
| Stückzahl, damit der Stop höchstens den Höchstverlust kostet | 215 Stück |
| Dafür nötiger Einsatz | 1.456,67 € |
Nicht enthalten: Finanzierungskosten und Aufgeld des Emittenten, Kurssprünge über den Stop hinaus (Gap), Teilausführungen. Ergebnisse sind Rechenwerte, keine Zusage für den Kurs, zu dem eine Stop-Order tatsächlich ausgeführt wird.
Warum der Hebel das Risiko bestimmt, nicht nur den Gewinn
Gleiche Chart-Idee, gleicher Stop, gleicher Einsatz von 800 €, aber drei verschiedene Produkte. Je höher der Hebel, desto mehr Stück bekommst du für dein Geld, und desto mehr kostet derselbe Stop.
| Produkt | Hebel | Stück | Verlust am Stop | Abstand Stop zu Barriere |
|---|---|---|---|---|
| Barriere 8.540 | 10,0 | 118 Stück | −14,62 € | 768 Punkte (9,9 %) |
| Barriere 7.920 | 49,1 | 578 Stück | −63,82 € | 148 Punkte (1,9 %) |
| Barriere 7.780 | 431,2 | 4.804 Stück | −515,82 € | 8 Punkte (0,1 %) |
Short auf S&P 500, Einstieg 7.762, Stop 7.772, Einsatz 800 €, Spread 0,02 € pro Stück, EUR/USD 1,15 (Beispielwerte). Verluste am Stop einschließlich Spread.
Die Zahlen zeigen zwei Dinge. Erstens: Der Verlust am Stop wächst mit dem Hebel, weil du bei gleichem Einsatz viel mehr Stück hältst. Beim dritten Produkt liegt die Barriere nur 8 Punkte über dem Stop. Ein kleiner Sprung über 7.780 lässt das Produkt wertlos verfallen, bevor dein Stop ausgeführt wird, und der Verlust wäre der gesamte Einsatz. Das gilt schon für kurze Ausschläge: Die Barriere zählt auch, wenn der Kurs sie nur für einen Moment berührt, etwa mit dem Docht einer Kerze bei einer Nachrichtenmeldung, und danach sofort zurückläuft. Im Schlusskurs der Kerze siehst du das nicht mehr, das Produkt ist trotzdem verfallen. Zweitens: Der Puffer zwischen Stop und Barriere gehört zur Planung. Die Barriere sollte deutlich weiter vom Einstieg entfernt liegen als dein Stop.
Positionsgröße nach Risiko statt nach Einsatz. Lege zuerst fest, wie viel Euro du am Stop höchstens verlieren willst. Teile diesen Betrag durch den Verlust pro Stück bei Stop-Kurs (Kaufpreis minus Stop-Kurs). Das Ergebnis ist die Stückzahl. Der Rechner macht das im Block „Positionsgröße nach Risiko“.
Die Stop-Order im Broker (Beispiel Trade Republic)
Trade Republic dient hier nur als Beispiel, es ist keine Empfehlung. Laut Hilfe-Center bietet der Broker Market-, Limit- und Stop-Orders an. Eine Stop-Order wird zu einem vorher festgelegten schlechteren Preis ausgelöst und kann für einen Tag oder 360 Tage gelten. Dort steht auch der Hinweis, dass der Broker nicht garantieren kann, dass der Market Maker den Auftrag annimmt. Die Hilfeseiten sagen nicht ausdrücklich, ob das auch für Derivate gilt. Nach meiner eigenen Erfahrung (Stand: September 2026) lässt sich bei Trade Republic eine Stop-Order auch auf Knock-outs setzen. Ältere Ratgeber sahen das anders, deshalb prüfe den aktuellen Stand in der Ordermaske deines Produkts.
- Produktdaten öffnen: Bezugsverhältnis, Basispreis, Knock-out-Barriere und Währung notieren.
- Stop im Chart festlegen (in Punkten), an einer Stelle, die deine Idee widerlegt, nicht an einer runden Zahl.
- In Euro umrechnen: Preis = (Basispreis − Stop) × Bezugsverhältnis ÷ Wechselkurs beim Short, umgekehrt beim Long.
- Puffer prüfen: Liegt die Barriere deutlich hinter dem Stop? Sonst anderes Produkt wählen.
- Stückzahl aus dem Höchstverlust ableiten, nicht aus dem Einsatz.
- Ordertyp und Gültigkeit prüfen sowie Spread (Kauf- gegen Verkaufskurs) und Gebühr pro Order beachten.
Ein Stop garantiert keinen Preis. Springt der Index über deinen Stop hinaus, wird die Order zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, oder gar nicht, wenn der Market Maker keinen Kurs stellt. Die BaFin weist darauf hin, dass Market Maker nicht verpflichtet sind, Kurse zu stellen. Außerhalb der Handelszeiten des Brokers und des Basiswerts kann keine Order ausgeführt werden.
Risiken und Regeln in Kürze
- Totalverlust: Erreicht der Index die Barriere, verfällt das Produkt sofort wertlos (BaFin).
- Kurze Spitzen bei hohem Hebel: Je näher die Barriere am Kurs liegt, desto eher reicht ein kurzer Ausschlag nach oben oder unten, auch nur für Sekunden, um das Produkt auszuknocken. Sehr hohe Hebel bedeuten ein sehr hohes Verlustrisiko, das Totalverlust-Szenario tritt dort schon bei gewöhnlichen Schwankungen ein.
- Kurssprünge (Gaps): Über Nacht oder bei Nachrichten kann der Kurs deinen Stop überspringen.
- Emittentenrisiko: Fällt der Emittent aus, kann der Einsatz verloren gehen.
- Kosten: Spread, Aufgeld und Finanzierungskosten gehen in den Preis ein, bei hohem Hebel wiegen Spread und Aufgeld schwer. Dazu kommen Ordergebühren: jeder Kauf, jeder Teilverkauf und jede ausgeführte Stop-Order zählt einzeln.
- Wechselkurs: Beim S&P 500 wirkt EUR/USD auf den Euro-Preis des Produkts.
Neue Regeln für deutsche Kleinanleger seit 16. Juni 2026: Die BaFin verlangt bei Turbo-Zertifikaten eine standardisierte Risikowarnung, eine Wissensabfrage vor dem Kauf (alle sechs Monate zu wiederholen) und verbietet Boni und andere Kaufanreize für diese Produkte. Die Maßnahme betrifft die Vermarktung an in Deutschland ansässige Kleinanleger.
Steuer in Österreich und Deutschland
🇦🇹 Österreich
Gewinne aus Derivaten zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der KESt (27,5 %). Wie Verluste ausgeglichen werden, steht im Artikel KESt-Verlustausgleich.
🇩🇪 Deutschland
Abgeltungsteuer 25 % plus Solidaritätszuschlag. Die frühere Verrechnungsgrenze von 20.000 Euro für Verluste aus Termingeschäften ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 rückwirkend ab 2024 entfallen.
Wie dein Broker abrechnet und was für deinen Fall gilt, klärt eine Steuerberatung.
Das Wichtigste in Kürze
Quellen
- BaFin: Studie zum Vertrieb von Turbo-Zertifikaten an Kleinanleger (Verlustquote 74,2 %)
- BaFin: Gehebelte Zertifikate (Knock-out-Barriere, Gap-Risiko, Market Maker, Emittentenrisiko)
- BaFin: Turbo-Zertifikate, Produktintervention ab 16. Juni 2026
- Trade Republic Hilfe-Center: Welche Orderarten werden angeboten?
- Trade Republic Hilfe-Center: Wie kann ich eine Stop-Order erstellen?
- Trendbetter: Knock-out-Zertifikate bei Trade Republic kaufen (Ordergebühr 1 Euro pro Transaktion, Vergleich mit anderen Brokern, Vergleichsportal)
- Onvista-Blog: Knock-out-Zertifikate verstehen (Preisformel und Hebel, Fachportal)
- Flick Gocke Schaumburg: Wegfall der Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte (JStG 2024)
- TradingView: Nutzungsbedingungen (Quellenangabe für Chart-Snapshots)
Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Knock-out-Zertifikate sind Hochrisiko-Produkte mit Totalverlustrisiko, sie eignen sich laut BaFin nur für sehr erfahrene Anleger. Ich kann selbst Positionen in vergleichbaren Produkten halten. Alle Zahlen im Beispiel und im Rechner sind Beispielwerte und keine Prognose. Rechtsstand und Kurse: September 2026, Regeln und Preise ändern sich. Siehe auch unsere finanziellen Hinweise.
